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Übermut und Alkohol sind hochgefährlich

Sicherheitsregeln für die Badesaison

Wie jedes Jahr häufen sich in der Ferien- und Sommerzeit die tödlichen Badeunfälle. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) befürchtet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr sogar mehr Notfälle, weil es mehr Menschen statt ins Ausland an die heimischen Gewässer zieht.

Wie viele Menschen ertranken im Vorjahr in Deutschland?

Nach DLRG-Angaben mindestens 417 Menschen, mehr als die Hälfte davon in den Sommermonaten Juni, Juli und August. Das waren rund 17 Prozent weniger als im Jahr davor.

Wo ist das Risiko am höchsten?

An Seen, Teichen und Flüssen. Dort starben auch 2019 die meisten Menschen, insgesamt 362. An den Binnengewässern werden nur vergleichsweise wenige Badestellen von Rettungsschwimmern bewacht. An den bewachten Badestellen und in Schwimmbädern ist es sicherer. So starben in Schwimmbädern elf Menschen.

Was sind die häufigsten Ursachen?

Übermut, mangelnde Schwimm- fähigkeiten, Selbstüberschätzung, Alkohol und die Unkenntnis möglicher Gefahren - vor allem bei Männern. Vier von fünf Todesopfern sind männlich.

Darf ich erhitzt ins Wasser springen?

Das sollte vermieden werden. Manche Gewässer sind recht kühl. Ein Sprung ins kühle Nass kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen. Der Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser kann auch den Kreislauf belasten und vor allem für ältere Menschen und solche mit geschwächtem Herzkreislaufsystem gefährlich sein. Schwimmer sollten langsam ins Wasser gehen und den Körper ans kalte Wasser gewöhnen.

Was ist bei der Wahl der Badestelle zu beachten?

Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Deshalb nie übermütig in einen See springen. Die DLRG empfiehlt, nur an bewachten Badestellen schwimmen zu gehen und die Warnhinweise zu beachten. Eine rote Flagge am Meer beispielsweise bedeutet Badeverbot. Das wird im Sommer leider immer wieder ignoriert. Bei Wellengang entsteht eine Strömung, die staubsaugerartig ins offene Meer zurückzieht. Dies ist vor allem für Kinder im flachen Wasser gefährlich, weil sie leicht umgerissen werden können.

Kann auch an Flüssen gebadet werden?

Generell ja. In vielen deutschen Flüssen reicht die Wasserqualität zum Baden aus. Dies gilt auch für große Abschnitte der Elbe oder des Rheins. Vorsicht ist aber bei Niedrigwasser geboten, weil die Wasserqualität dann erheblich sinken kann. Gefahr entsteht auch durch gefährliche Strömungen, die oft kaum erkennbar sind, sowie durch den Schiffsverkehr, Brückenpfeiler und Unterwasserhindernisse.

Was ist besonders bei Kindern zu beachten?

Wasser zieht Kinder magisch an. Eltern sollten sie an Gewässern daher nie aus den Augen lassen, was übrigens auch für den flachen Gartenteich gilt. Kleine Kinder können bereits in wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken. Auch Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere bieten keinen Schutz vor dem Ertrinken. Wenn ein Kind im Wasser in Not gerät, ist das für Außenstehende erfahrungsgemäß oft schwer zu erkennen.

Wie leiste ich Erste Hilfe?

Bei Atemstillstand ist sofort mit der Mund-zu-Mund-Beatmung zu beginnen, bei Herzstillstand sollte gleichzeitig eine Herzmassage erfolgen. Auf keinen Fall sollte man versuchen, Wasser aus Lungen oder Magen zu entfernen. Das bringt nichts und kostet wertvolle Zeit. AFP/nd

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