Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Arbeiter streiken im ganzen Land

Obwohl Lukaschenko in der Nacht einlekte und Gefangene freiließ, streiken immer mehr Arbeiter*innen in ganz Belarus

  • Lesedauer: 2 Min.

Minsk. In immer mehr Unternehmen in ganz Belarus legen Belegschaften ihre Arbeit nieder und erklären, bei der Präsidentenwahl am Sonntag für Alexander Lukaschenkos Gegnerin Swetlana Tichanowskaja gestimmt zu haben. Videos auf Twitter und Telegram zeigen Demonstrantionen von Arbeiter*innen großer staatlicher Betriebe, wie des Minsker Elektrotechnikwerkes und des Automobilwerkes »BelAz«. Auch verschiedene Krankenhäuser und Apotheken in Minsk sollen sich derzeit im Streik befinden. Nach Einschätzung von Beobachtern könnte ein flächendeckender Streik in den Betrieben den amtierenden Staatschef Lukaschenko zu Fall bringen.

Lukaschenko meldete sich unterdessen selbst zu Wort und warnte vor den Folgen von Streiks in den Staatsbetrieben. Im Zuge der Corona-Pandemie beginne die Weltwirtschaft sich wieder zu erholen, sagte Lukaschenko. »Alle kämpfen auf diesen Märkten. Wenn wir aufhören zu arbeiten, werden wir die Produktion nie wiederherstellen können. Niemals.« Den Menschen müsse gesagt werden, dass dies die einzige Chance sei, ein Unternehmen zu retten, so Lukaschenko. Dann könnten auch die Familien ernährt werden.

Seit Tagen kommt es zu Protesten gegen Polizeigewalt und Willkür unter Lukaschenko. In der Nacht zum Freitag hatten die Behörden viele der rund 7000 im Zuge der Proteste festgenommenen Bürger wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie berichteten von schwersten Misshandlungen. mam/dpa

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln