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Mehr nötig als staatlicher Neubau

Lisa Ecke über das Gutachten zu fehlenden Sozialwohnungen

  • Von Lisa Ecke
  • Lesedauer: 1 Min.
Sozialwohnungen: Mehr nötig als staatlicher Neubau

Immer mehr Menschen sind von Armut bedroht, während es zeitgleich stetig weniger Sozialwohnungen gibt. In Zahlen ausgedrückt: Aktuell fehlen mehr als sieben Millionen bezahlbare Mietwohnungen. Das geht aus einer Untersuchung des Pestel-Instituts hervor und macht noch einmal eindrücklich deutlich, was eine Politik der massiven Privatisierung anrichtet. Besonders betroffen sind laut dem Gutachten Alleinerziehende, über 42 Prozent benötigen Wohnungen auf niedrigem Mietniveau. Ansonsten fehlt das Geld woanders. Wegen fehlender Sozialwohnungen müssen Kinder sich Zimmer teilen, es bleibt kein Geld für Freizeitaktivitäten und Betroffene werden zusehends aus den Städten gedrängt.

Eine »Sozialbau-Offensive«, wie sie IG Bau-Chef Robert Feiger fordert, wird aber nicht ausreichen, um den jahrelang staatlich geförderten Abbau von Sozialwohnungen zu stoppen. Auch eine neue Wohngemeinnützigkeit und ein dringend notwendiger Stopp der nach 30 Jahren endenden Preisbindung bringt bei dem eklatanten Mangel an bezahlbaren Wohnraum nicht mehr viel. Stattdessen ist auch staatlicher Aufkauf von bestehenden Wohnungen nötig, zu realistischen Preisen. Wenn das nicht möglich ist, bleibt nur die Enteignung der größten Immobilienkonzerne.

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