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Grenzt euch endlich ab!

Robert D. Meyer blickt mit Sorge auf das Wochenende in Berlin

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Organisatoren der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Politik geben sich friedlich, doch der Schein trügt. Die Gewerkschaft Verdi zählte allein bei der Demonstration am 1. August in Berlin 14 Attacken auf Medienvertreter. Unabhängig von der Frage, ob Gerichte die für Samstag in der Hauptstadt geplanten Proteste doch erlauben, ist die Stimmung explosiv. In den sozialen Netzwerken wird zum »Sturm auf Berlin« gerufen, bei vielen Corona-Verharmlosern herrscht eine »Jetzt erst recht«-Haltung.

Das Ganze als digitale Muskelspiele abzutun, wäre eine Verharmlosung. Die Lunte ist gelegt und Rechtsextreme warten nur darauf, diese anzuzünden. Nazis rufen dazu auf, am Wochenende in die Hauptstadt zu kommen, ebenso wie die völkischen Identitären und AfD-Kreisverbände. Wer ausschließen will, dass es in der Hauptstadt zu Jagdszenen auf Gegendemonstranten kommt, wie man es von Pegida oder den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz kennt, muss sich unmissverständlich abgrenzen.

Dass dies ausbleibt, hat mit der unter »Querdenkern« verbreiteten Haltung zu tun, auch Rassisten würden eine diskursfähige Meinung vertreten, so, als könnte es eine friedliche Koexistenz geben. Die Vorstellung ist genauso abwegig wie der Glaube, Corona sei nur ein harmloser Schnupfen.

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