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Hoffentlich bald überflüssig

Markus Drescher über 25 Jahre Dachverband der Tafeln

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.
Dachverband der Tafeln: Hoffentlich bald überflüssig

Seit 25 Jahren gibt es den Dachverband der Tafeln in Deutschland. Wie kaum eine andere steht diese Organisation dabei für einen Widerspruch: Auf der einen Seite der praktische, ja lebensnotwendige Nutzen für die Betroffenen, die ohne die Hilfe einer Tafel noch schwerer über die Runden kommen würden. Und auf der anderen Seite die Tatsache, dass es eine derartige Einrichtung eigentlich nicht geben dürfte.

Denn so wichtig und richtig die Hilfe der Tafeln für einkommensschwache Menschen und auch ihr Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung sind, so beschämend ist das private Engagement für die politisch Verantwortlichen der letzten 25 Jahre. Für die steht zu Buche: ein Vierteljahrhundert der nicht einmal ansatzweisen Überwindung von Armut in einem der reichsten Länder der Welt. Das hartnäckige und zunehmende Abwälzen sozialstaatlicher Aufgaben auf ehrenamtlich Helfende. Das Verweigern regulatorischer Maßnahmen, um Nachhaltigkeit zu fördern und Überproduktion und Ressourcenverschwendung einzudämmen.

So muss man bei diesem Jubiläum zuerst den vielen, vielen helfenden Händen Respekt für ihre unermüdliche Arbeit zollen. Bevor man der Institution wünscht, sie möge schnellstmöglich überflüssig werden.

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