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Trump sperrt Tiktok in den USA

Neben dem Kurzvideodienst wird auch die Messenger-App WeChat verboten

Washington. Die US-Regierung geht ab Sonntag gegen Tiktok vor und sperrt das Herunterladen der chinesischen Videoplattform über die App-Marktplätze von Google und Apple. Das Handelsministerium in Washington begründete die Entscheidung am Freitag mit Gefahren für die »nationale Sicherheit« der Vereinigten Staaten. WeChat wird am Sonntag für Nutzer in den USA nicht mehr funktionieren, während dies für Tiktok ab dem 12. November der Fall sein soll. Die Frist habe Trump gesetzt, innerhalb der die Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit noch ausgeräumt werden können, erklärte Handelsminister Wilbur Ross.

US-Präsident Donald Trump hatte vom Eigentümer Bytedance einen Verkauf des US-Zweigs der Videoplattform bis Sonntag verlangt, um ein Verbot zu verhindern. Trump verdächtigt Tiktok der Spionage für China, was der Mutterkonzern Bytedance zurückweist. Handelsminister Wilbur Ross erklärte nun, die Kommunistische Partei habe gezeigt, dass sie »die Mittel und die Motive« habe, die Apps zu nutzen, »um die nationale Sicherheit zu bedrohen«.

Zuletzt hatte der US-Softwarekonzern Oracle in den Bieterstreit um die politisch umstrittene aber vor allem bei jungen Menschen beliebte Videoplattform eingegriffen und ein Angebot für den US-Zweig des chinesischen Onlinedienstes vorgelegt. Zuvor war Microsoft aus dem Bieterstreit ausgeschieden.

Lesen Sie auch: Das Tik Tok-Verbot ist politisch motiviert - ein Kommentar

Tiktok war 2017 durch die Zusammenlegung mit der Mitsing-App Musical.ly entstanden, die mit einer Lippensynchronisierungsfunktion für selbstgedrehte Videos erfolgreich geworden war. Die Tiktok-Nutzer können 15 bis 60 Sekunden lange Videos erstellen: In den Clips wird getanzt, auch enthalten sie Parodien, Sketche und viele Schönheitstipps. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ermittelt die vor allem bei jungen Leuten populäre App Vorlieben der Nutzer und schlägt ihnen immer weitere Videos vor. Agenturen/nd

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