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Doppelt arm dran

Markus Drescher über die Klassenfrage in zwei Krisen

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Ohne Arm kein Reich - Ungleichheit ist systemimmanenter Bestandteil des Kapitalismus. So die Ausgangslage. Sind Geld und Chancen schon in »normalen« kapitalistischen Zeiten äußerst ungerecht verteilt, sind es heute die zwei beherrschenden Krisen, die Arm und Reich noch weiter auseinander treiben: Corona- und Klimakrise treffen einkommensschwache Menschen stärker als vermögende.

Besonders zynisch: Zum Klimawandel tragen die Reichen, die dessen Folgen finanziell leicht verkraften können, in weitaus größerem Maße bei als ärmere Menschen, bei denen es schnell ans Eingemachte geht. Und wenn Unternehmen die Coronakrise nutzen, um etwa durch Standortverlegungen auf Kosten der Werktätigen ihren Profit zu steigern, ist das zwar kapitalistisch folgerichtig, aber eben nicht richtig.

Corona- und Klimakrise führten der Welt vor Augen, was alles im argen liegt, hört man nun oft. Doch die naheliegende Schlussfolgerung, dass diese Probleme, beide Krisen und das destruktive Auseinanderdriften von Gesellschaften und globaler Regionen nur erfolgreich zu meistern sind, wenn auch die Urkrise Kapitalismus überwunden wird, ist bei weitem noch nicht Konsens. Geschweige denn handlungsbestimmend. Wie lange es bis zum Gegenteil dauert, bestimmt auch darüber, wie schlimm es noch wird.

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