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Boys’ Club FDP

Jana Frielinghaus über die Macho-Allüren von Parteichef Lindner

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: 1 Min.

Es hat Christian Lindner nicht gereicht, Linda Teuteberg einmal zu demütigen, als er vor einem Monat bekanntgab, die Zeit der 39-Jährigen als FDP-Generalsekretärin gehe jetzt zu Ende. Am Samstag legte der Chef der Liberalen nach und offenbarte auf dem Berliner Parteitag das ganze Ausmaß der Inkompetenz des Männerclubs FDP in Sachen Gleichstellung und innerparteilicher Demokratie. Das Schlimmste aber war nicht Lindners sexistisches Witzchen, er denke gern daran, wie oft er und »Linda« den Tag »zusammen begonnen« hätten, äh »nicht, was ihr jetzt denkt«. Dass das unbeabsichtigt herausgerutscht sei, wie Lindner nun behauptet, mag glauben, wer will.

Vollends entlarvt hat sich Lindner mit der Aufzählung seiner einsamen Entscheidungen. Darunter jene, Teuteberg anzubieten, weiter im »Team« zu bleiben. Wegen ihrer Kompetenz in der Migrationsfrage. Tatsächlich predigt die Brandenburgerin gern Härte gegen nicht ausreichend integrationswillige »Ausländer«. Und sie geißelt wirtschaftspolitisch alles jenseits neoliberal entfesselter Märkte als »Sozialismus«. Genau wegen dieser Positionen ist sie eine der wenigen Ostdeutschen, die in der bundesdeutschen Politik Karriere machen konnten. Die ihre wird nach dem Lindner-Fauxpas nicht zu Ende sein - insofern ist sie auf Frauensolidarität nicht angewiesen.

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