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Erfahrene Kraft

  • Von Peter Steiniger
  • Lesedauer: 2 Min.

Die jetzt vom Bundeskabinett benannte Kandidatin wäre die erste Frau an der Spitze der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Helga Schmid ist eine Diplomatin, die bisher eher selten im Rampenlicht auftauchte, aber viel Erfahrung aus internationalen Verhandlungen zu heiklen Konflikten mitbringt.

Aus Sicht der Bundesregierung ist sie »eine bestens geeignete Kandidatin« und überdurchschnittlich qualifiziert ist Schmid ganz sicher. Neben Romanischen Sprachen und Literatur in München hat die 59-Jährige auch Völker- und Europarecht, Wirtschaft und internationale Beziehungen in Wien studiert. Vor drei Jahrzehnten trat sie in den Auswärtigen Dienst ein und stieg dort in die hohen Etagen auf, beriet zwei deutsche Außenminister. 2006 wechselte Schmid als Direktorin in den Politikbereich Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Vier Jahre später ging die Reise beim neu gegründeten Europäischen Auswärtigen Dienst weiter. Dort leitet sie mittlerweile als Generalsekretärin des EU-Chefdiplomaten und früheren spanischen Außenministers Josep Borrell das Tagesgeschäft.

Zu Schmids schwierigsten Missionen zählten die Verhandlungen mit dem Iran über dessen Atomprogramm und das Tauziehen von EU und USA um Einfluss in der Ukraine. Schmid hat sich die Konfliktprävention auf die Fahne geschrieben, steht für eine eigenständige Positionierung der Union gegenüber dem großen Bruder jenseits des Atlantiks und tritt für einen stärkeren europäischen Pfeiler in der Nato ein.

Der weltweit größten regionalen Sicherheitsorganisation mit Sitz in Wien gehören 57 Staaten aus Nordamerika, Europa und Zentralasien an. Ihre Mechanismen sollen blockübergreifend Auswege aus Krisen, wie derzeit in und um Belarus, weisen. Pikanterweise steht die Dialogplattform und vermittelnde Kraft seit Juli aufgrund von Eklats zwischen den Mitgliedsstaaten ohne Führung da.

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