Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Ein Schlag ins Gesicht

Jana Frielinghaus über den gemeinsamen Auftritt von Oskar Lafontaine mit dem Rassisten Thilo Sarrazin

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: 1 Min.
Oskar Lafontaine (Linke), Thilo Sarrazin und Peter Gauweiler (CSU) auf der Veranstaltung am Montagabend in München.
Oskar Lafontaine (Linke), Thilo Sarrazin und Peter Gauweiler (CSU) auf der Veranstaltung am Montagabend in München.

Was Oskar Lafontaine jetzt in München sagte, wiederholt er seit Jahren: Flüchtlinge, die nach Deutschland kämen, seien eine enorme Belastung für die Sozialkassen, was armen Einheimischen nicht zu »vermitteln« sei - als sei es ihnen vor 2015 mit Hartz-IV-Sanktionen und Co. besser gegangen. Wieder spielte Lafontaine so verschiedene unter dem globalen Kapitalismus leidende Gruppen gegeneinander aus und behauptete ein Entweder-Oder: Als schade beispielsweise Armen in Afrika, wer hierzulande Schutzbedürftige unterstützt, die die Grenzen der Festung Europa überwinden konnten. Demagogie dieser Art empört viele Linke seit Jahr und Tag.

Lafontaines Tête-à-Tête mit dem rechten Hassprediger Thilo Sarrazin dürfte für viele in der Partei das Fass zum Überlaufen bringen. Wenn er dort mit dem Mann, der die Umvolkungsfantasien der Rechten befeuert, freundschaftlich über die Begrenzung der Zuwanderung plaudert, während die Zustände in den Elendslagern an den EU-Außengrenzen bestenfalls am Rande vorkommen, ist das ein Schlag ins Gesicht all jener Genossen, die sich für die Rechte Geflüchteter und vielfach zugleich für die aller Armen und Prekarisierten engagieren.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln