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Aktuelle Umfragen und der Stand der US-Wahl

Unsere Grafiken zur Präsidentschaftswahl, dem US-Senat und dem US-Repräsentantenhaus

  • Von Moritz Wichmann und Violeta Haas
  • Lesedauer: 3 Min.
Eine Wahlhelferin leert Stimmzettel aus einer Wahlurne in der Multnomah County Elections Division.
Eine Wahlhelferin leert Stimmzettel aus einer Wahlurne in der Multnomah County Elections Division.

Am 3. November finden die US-Präsidentschaftswahlen statt. Wir bieten mit unseren regelmäßig und teils täglich aktualisierten Grafiken einen Überblick, wie es steht im Rennen zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Joe Biden, zwischen Republikanern und Demokraten.

1.) Präsidentschaftswahl

Dabei schauen wir zunächst auf die nationalen Umfragen und bieten einen Überblick, der sowohl Einzelumfragen als auch einen Durchschnitt zeigt. Wir nutzen die Daten des Datenjournalismus-Portals FiveThirtyEight. Das Portal sammelt Einzelumfragen diverser Institute und bildet daraus einen Durchschnitt, um trotz »Ausreißer«-Umfragen nach oben und nach unten für einzelne Kandidaten verlässlicher zeigen zu können, wie die demoskopische Lage insgesamt ist.

Da die Wahl jedoch nicht in den landesweiten Umfragen, sondern in den einzelnen Staaten stattfindet beziehungsweise per Electoral College-Wahlmännersystem entschieden wird, bieten wir auch einen Überblick, wie es in den Staaten nach Einschätzung des parteipolitisch unabhängigen Cook Political Report steht. Die Ratings der Cook-Analysten basieren auf einer Reihe von Daten, darunter Umfragen, Spenden, Wahlhistorie und auch der Einschätzung der Analysten selber. Sie unterscheiden sich in den wenigsten Fällen von denen, die ein halbes Dutzend anderer Organisationen vergibt. Anders als Umfragendurchschnitte ändern sich die Ratings nicht täglich oder alle paar Tage, weil sie die Einschätzung zu einer grundsätzlichen und damit eher stabilen politischen »Wetterlage« in einem Staat zeigen.

Zum Vergleich: 2016 sicherte sich Trump mit einem knappen Stimmenvorsprung in den »Swing States« Pennsylvania, Michigan und Wisconsin sowie in Florida die mehr als 270 Wahlmänner-Stimmen, die für den Wahlsieg nötig sind.

2.) Senatswahlen

Am 3. November finden auch in 35 Staaten Senatswahlen statt. Die Ratings von Cook - wie auch die sehr ähnlichen Ratings anderer Organisationen, die hier jedoch nicht dargestellt werden - zeigen: In Arizona und Colorado werden vermutlich republikanische Amtsinhaber ihr Mandat verlieren, in Alabama der Demokrat Doug Jones. In Maine, North Carolina und Iowa steht es »unentschieden«. Das Gleiche gilt für die traditionell eher republikanischen Staaten Georgia und South Carolina.

Weil Doug Jones seine Wiederwahl im konservativen Alabama vermutlich verlieren wird, müssen die Demokraten mindestens vier Senatswahlen gewinnen, um im parlamentarischen Oberhaus wieder eine Mehrheit zu erringen.

3.) Repräsentantenhaus

Im Gegensatz zum US-Senat, wo verteilt und alle sechs Jahre gewählt wird, werden alle Mandate im Repräsentantenhaus alle zwei Jahre neu vergeben. Weil die Demokraten bei den Zwischenwahlen 2018 ganze 42 Sitze dazugewonnen haben - so viele wie seit der Watergate-Affäre 1974 nicht mehr - und die politische Stimmung im Land ähnlich ist wie 2018, erwarten Analysten in etwa ein ähnliches Ergebnis wie vor zwei Jahren.

Damals sind die Demokraten bereits deutlich auf »republikanisches Gebiet« vorgestoßen. Die generic congressional ballot-Umfrage, die vergleichbar mit der deutschen Sonntagsfrage ist und abfragt, welche Partei laut Wählern den jeweiligen Wahlkreis gewinnen sollte, zeigt aktuell ähnliche Werte wie 2018.

Weil zudem die Demokraten-Abgeordneten in eher konservativen Wahlkreisen viele Wahlkampfspenden eingesammelt haben, ihre republikanischen Herausforderer dagegen weniger, werden die Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus ab 2021 vermutlich ähnlich aussehen wie von 2018 bis 2020.

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