Werbung

Vertrauen in deutsche Medien erreicht laut Umfrage Höchstwert

67 Prozent der Befragten halten Berichterstattung für glaubwürdig - besonders über die Coronakrise

  • Lesedauer: 2 Min.

Köln. Die Glaubwürdigkeit deutscher Medien hat einer Umfrage zufolge seit 2015 einen neuen Höchstwert erreicht. 67 Prozent der Deutschen halten die Informationen in deutschen Medien für glaubwürdig, wie die am Montag in Köln veröffentlichte repräsentative Erhebung des Instituts Infratest dimap im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) ergab. Dieser Wert lag demnach sechs Prozentpunkte über dem des Vorjahres, im Vergleich zu 2015 ist dies sogar ein Plus von 15 Prozentpunkten.

In der Umfrage beurteilten 82 Prozent der Befragten die Corona-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender als »gut« oder »sehr gut«. Dies war demnach der höchste Wert seit Beginn der Studienreihe im Jahr 2015. Mit 68 Prozent war auch das Vertrauen in die Berichterstattung von Tageszeitungen hoch. Die Corona-Berichterstattung der Boulevardpresse wurde hingegen mit 33 Prozent überwiegend als »schlecht« oder »weniger gut« bewertet.

Das Vertrauen in soziale Medien als Informationsquelle ist vergleichsweise niedrig: Nur 18 Prozent der Befragten schätzten Youtube als glaubwürdig ein, bei Twitter und Facebook waren es nur sieben Prozent. Die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks blieben für 57 Prozent der Befragten Hauptinformationsquellen zum politischen Geschehen.

WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn bezeichnete die Ergebnisse als »großes Kompliment an die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten in diesem Jahr«. Es sei ein »gutes Zeugnis für den Zustand unserer Gesellschaft, dass im Jahr der Pandemie das Vertrauen in die Medien, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aber auch in die politischen Institutionen insgesamt so gestiegen ist«.

Infratest dimap befragte vom 23. September bis zum 5. Oktober 1001 Wahlberechtigte in ganz Deutschland. Agenturen/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln