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Im Kino Babylon in Berlin Mitte beginnt das Fußballfilmfestival "11mm"
»11mm«

Typen, Terror, Töppen

Das diesjährige Fußballfilmfestival »11mm« läuft im Berliner Kino Babylon und online

Von Alexander Ludewig

»Der Fußball verdrängte Politik und Terror aus dem Fernsehen«, erzählt Petar Šegrt am Donnerstagabend auf der Bühne des Berliner Kinos Babylon. Zuvor konnte man den 54-jährigen Kroaten in dem Dokumentarfilm »Men of Hope« in der Rolle seines Lebens beobachten - als Nationaltrainer der afghanischen Fußballer. Die Filmemacher Till Derenbach und Andreas Fröhlich, die während der Dreharbeiten selbst Gefängniserfahrungen gemacht haben, zeigen in 94 Minuten Kraft und Abgründe des beliebtesten Sports der Welt: Wie ein Mann einem kriegsgeschundenen Land Hoffnung und Freude schenkt und an korrupten Funktionären scheitert.

Damit erfüllt der Eröffnungsfilm des diesjährigen Fußballfilmfestivals »11mm« genau den Anspruch, den die Organisatoren von Beginn an verfolgen und den einer von ihnen, Andreas Leimbach-Niaz, wie folgt erklärt: »... das Phänomen Fußball anders, liebevoller und abseits des Profisports erklären und verstehen«.

Natürlich ist diesmal, bei der 17. Ausgabe des weltgrößten Fußballfilmfestivals, alles anders. Corona warf im März alle Planungen um, nicht aber alle Arbeit. »Das als Konserve mit ins nächste Jahr zu nehmen, fanden wir blöd«, erzählt Leimbach-Niaz. Und so werden bis kommenden Montag insgesamt 60 Filme verschiedener Genres gezeigt. Kompliziert war es, im Vorfeld die Rechte für Internetaufführungen zu klären. Denn »11mm« gibt es erstmals auch online: Für elf Euro kann man auf www.11-mm.de 20 Filme sehen und die traditionelle Abschlussgala »Shortkicks« mit den besten Kurzfilmen am Montag im Livestream verfolgen.

Wie immer gibt es Schwerpunktthemen. Leimbach-Niaz vermisst »echte Typen« im Fußball. Gefunden wurden sie zwischen den Pfosten, gezeigt werden sie in der Reihe »Keepers«. Darsteller in Töppen: Wer Welt- und Europameister in Filmrollen sehen will, ist beim Schwerpunkt »Schauspieler« richtig. Alexander Ludewig

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