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Athen will Grenze zur Türkei am Fluss Evros weiter verstärken

Im Februar 2020 hatte sich dort Krise entzündet / Verhältnis an EU-Außengrenze zwischen verfeindeten Staaten bleibt angespannt

  • Lesedauer: 2 Min.
Griechische Bereitschaftspolizisten stehen bei Zusammenstößen an der griechisch-türkischen Grenze in der Region Evros in Rauchschwaden, hinter dem Grenzzaun ist ein türkischer Wachturm zu sehen.
Griechische Bereitschaftspolizisten stehen bei Zusammenstößen an der griechisch-türkischen Grenze in der Region Evros in Rauchschwaden, hinter dem Grenzzaun ist ein türkischer Wachturm zu sehen.

Athen. Griechenland baut seine Grenzzäune entlang des Flusses Evros (türkisch: Meric) an der Grenze zur Türkei aus. Der Bau sei notwendig, »damit die griechischen Bürger sich sicher fühlen«, erklärte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Staatsfernsehen (ERT) nach einer Inspektion des Werdegangs des Projektes. Ankara droht immer wieder damit, erneut Tausenden Migranten zu erlauben, aus der Türkei nach Griechenland und damit auch in die EU zu kommen.

Im Norden des Grenzflusses beim Übergang Kastanies/Kapikule gibt es bereits einen etwa elf Kilometer langen Zaun. Zur Zeit baut Athen an drei Abschnitten des südlichen Verlaufs des Flusses auf einer Länge von etwa 27 Kilometern drei neue Zäune. Sie werden bei der Ortschaft Ferres gebaut, wo es zahlreiche seichte Stellen gibt, und sollen bis April 2021 fertig sein, wie Mitsotakis mitteilte.

An dem Fluss hatte sich im Februar eine Krise zwischen der EU und Türkei entzündet. Ankara hatte damals erklärt, die Grenze zur Europäischen Union sei offen. Daraufhin machten sich Tausende Migranten innerhalb der Türkei auf den Weg. Die EU hielt entgegen, die Türkei nutze die Not von Migranten aus, und schickte zusätzliche Beamte der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex. Griechische Sicherheitskräfte verhinderten damals die meisten Übertritte. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bedankte sich bei den Griechen dafür, der »europäische Schild« zu sein. dpa/nd

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