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Corona-Maßnahmen werden ab Montag deutlich verschärft

+++ Kontakte in Öffentlichkeit sollen drastisch reduziert werden +++ Gastronomiebetriebe und Freizeiteinrichtungen sollen weitgehend schließen +++

  • Lesedauer: 3 Min.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, zu Beginn der Ministerpräsidentenkonferenz im Kanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, zu Beginn der Ministerpräsidentenkonferenz im Kanzleramt.

Berlin. Am Mittwoch haben sie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen auf neue Beschränkungen geeinigt, die ab dem 2. November sollen. Am Mittwochmorgen meldeten die Gesundheitsämter fast 15.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages - ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie.

+++ Bund plant neue Corona-Nothilfen für Unternehmen +++

Der Bund plant milliardenschwere Nothilfen für Unternehmen, die von den vorübergehenden Schließungen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen sind. Erstattet werden sollen Umsatzausfälle, die Finanzhilfe soll ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro haben.

+++ Vorerst keine touristischen Übernachtungsangebote +++

Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden.

+++ Firmen sollen Heimarbeit ermöglichen +++

Bund und Länder fordern die Unternehmen angesichts hoher Corona-Infektionszahlen eindringlich auf, Heimarbeit zu ermöglichen - wo immer dies umsetzbar ist.

+++ Groß- und Einzelhandel bleiben offen +++

Trotz drastisch steigender Corona-Infektionszahlen sollen Groß- und Einzelhandel im November offen bleiben. In einer Videokonferenz einigten sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aber darauf, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten darf. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen.

+++ Schulen und Kindergärten sollen weiter offen bleiben +++

Schulen und Kindergärten sollen trotz der stark steigenden Corona-Zahlen auch im November verlässlich geöffnet bleiben.

+++ Gastronomiebetriebe sollen vorübergehend schließen +++

Bund und Länder wollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Gastronomiebetriebe vom 2. November für den restlichen Monat schließen. Davon ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause, Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

+++ Kontakte in Öffentlichkeit drastisch beschränken +++

Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen wollen Bund und Länder den gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestatten. Dies gelte verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

+++ Freizeiteinrichtungen sollen weitgehend schließen +++

Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, sollen im November deutschlandweit weitgehend untersagt werden. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

+++ Bund und Länder wollen »Gesundheitsnotlage« ausrufen +++

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, zur Eindämmung der Corona-Krise eine »Gesundheitsnotlage« für Deutschland auszurufen. Offen blieb zunächst, was das genau bedeutet. Zudem hieß es, die Gesundheitsnotlage sei erst dann beschlossen, wenn am Ende alle Einzelpunkte des geplanten Maßnahmenpakets beschlossen seien. Agenturen/nd

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