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Mehr als 2200 Menschen im Einsatz für sicheres Reisen

Wichtigster Partner der Flughafengesellschaft bei Personen- und Gepäckkontrollen ist die Bundespolizeiinspektion auf dem BER-Gelände

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 3 Min.

Wenn es am Willy-Brandt-Flughafen seit dem Eröffnungswochenende bislang kein gravierendes Sicherheitsproblem gab, ist das wohl auch der gemeinsamen Vorbereitung und dem gemeinsamen Training aller dortigen Prozesspartner zu verdanken. Wie BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup am Donnerstag die Presse informierte, war bisher neben Kleinigkeiten nur dem von einem Rauchmelder ausgelösten Signal nachzugehen.

Oberste Aufgabe am Flughafen sei es, die Sicherheit der Fluggäste zu garantieren, erklärte Lütke Daldrup. Und unter Verweis auf das Freiheitsbekenntnis Willy Brandts, des Namenspatrons des BER, betonte er: »Sicherheit ist unser höchstes Gut. Nur sicheres Reisen vermittelt auch Freiheit.« In diesem Sinne würdigte er die Bundespolizei als wichtigsten Partner der Flughafengesellschaft FBB und ihrer im Sicherheitsbereich tätigen 200 Mitarbeiter sowie der 800 von ihren Dienstleistern dort eingesetzten Beschäftigten.

Für die Gewährleistung einer zuverlässigen Grenzkontrolle, der Luftsicherheit und der Aufgaben der Bahnpolizei sind am BER 1200 Mitarbeiter der Bundespolizeiinspektion Flughafen Berlin-Brandenburg zuständig. Die Behörde hat dafür im Sommer ein eigenes Dienstgebäude in der Nachbarschaft der Fluggastterminals 1 und 2 bezogen. »Wir sind gut vorbereitet auf unsere Aufgaben«, sagte dazu Karl-Heinz Weidner, Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin. Das sei Ergebnis einer jahrelangen Planung und der rechtzeitigen guten Einbindung in die Arbeitsprozesse der FBB. Laut Weidner arbeitet seine Behörde seit 2005 an der Übernahme bundespolizeilicher Aufgaben am BER-Standort, seit Sommer 2019 sogar mit einer 40-köpfigen Projektgruppe vor Ort. »Wir sind gut aufgestellt, um zusammen mit unseren Sicherheitspartnern von Landespolizei, Zoll, Feuerwehr, Flughafensicherheit der FBB sowie der Firma Securitas, die in unserem Auftrag die Kontrolle des Reisegepäcks, des Handgepäcks und der Reisenden durchführt, unsere Aufgaben zu erfüllen«, erklärte er. Im unterirdischen Flughafenbahnhof seien rund um die Uhr Beamte eingesetzt, um die Tunnelbereiche zu bewachen und zu sichern.

Auch technisch sei man bestens gerüstet. So habe man im Bereich der Grenzkontrollen am BER über 60 Kontrollschalter eingerichtet, davon allein 48 mit 85 Mitarbeitern im Terminal 1. Von insgesamt 27 Easy-Pass-Gates für teilautomatisierte biometrische Grenzkontrollen befinden sich laut Weidner vier Anlagen mit 15 Gates im T1. »Für die Kontrolle der Fluggäste und ihres Handgepäcks im Rahmen der Luftsicherheitskontrolle haben wir 75 Kontrollspuren installiert, davon 57 in den Terminals 1 und 2.« In die 15 Kilometer lange Gepäckförderanlage im Terminal 1 seien 27 der modernsten Röntgengeräte eingebaut, die die Kontrolle von 10 000 Stück Reisegepäck pro Stunde gewährleisten.

In die Zuständigkeit der Flughafengesellschaft fällt auch die Bestreifung vor allem der Außenbereiche des Airports. Laut Lütke Daldrup zählt zu den zentralen Aufgaben die Bewachung von 37 Kilometern Flughafenzaun, aber auch die Kontrolle der zahlreichen Türen und Zugänge im Flughafen. Zudem stelle die FBB im Rahmen des Brandschutzkonzeptes Räumungshelfer. Die Aufgabe der Streifen, die ein 1470 Hektar großes Areal zu überwachsen haben, werde durch 11 000 installierte Einbruchsmelder und 3000 Kameras ergänzt. Dennoch entscheide am Ende der Mensch. »Und Sicherheit entsteht nur im Team«, so der Flughafenchef.

Um Reisen in Zeiten der Pandemie sicherer zu machen, gilt im BER ein strenges Corona-Schutzkonzept. Darüber hinaus hat am 1. November das Biotechnologie-Unternehmen Centongene ein Testzentrum im öffentlichen Bereich des Terminal 1 eröffnet. Es sei primär für Fluggäste und Mitarbeiter eingerichtet, aber auch Anwohnern zugänglich, sagte Lütke Daldrup. Man werde in einem zweiten Schritt den Registrierungsbereich räumlich vom Testzentrum trennen, um Staus und Warteschlagen zu vermeiden.

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