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+++ Mehr Corona-Patienten in französischen Krankenhäusern als während erster Welle im April +++

Der Newsblog zur Coronakrise: Freitag, 13. November 2020: +++ Maas will die USA wieder in WHO einbinden +++ Rund 23.500 registrierte Infektionen an einem Tag +++

  • Lesedauer: 3 Min.
Nizza, Mitta November: Ein Polizist weist Menschen darauf hin, dass der Zugang zum Strand nur für sportliche Aktivitäten gestattet ist.
Nizza, Mitta November: Ein Polizist weist Menschen darauf hin, dass der Zugang zum Strand nur für sportliche Aktivitäten gestattet ist.

Die Zahl der Coronavirus-Patienten in den französischen Krankenhäusern ist inzwischen höher als während der vorherigen starken Ausbreitungswelle des Virus im Frühjahr. Wie Premierminister Jean Castex am Donnerstag mitteilte, werden inzwischen mehr als 32.000 Patienten mit der von dem neuartigen Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in den Hospitälern behandelt. Damit werden die bisherigen Spitzenwerte vom April übertroffen.

Nach Angaben des Regierungschefs wird derzeit alle 30 Sekunden ein neuer Covid-19-Patient ins Krankenhaus eingeliefert. Alle drei Minuten komme ein neuer solcher Patient auf die Intensivstation.

Angesichts dieser Zahlen wäre es »unverantwortlich«, die derzeitigen Corona-Restriktionen aufzuheben »oder auch nur zu lockern«, sagte Castex. Seit Ende Oktober gilt in Frankreich ein neuer Lockdown zur Eindämmung der Pandemie.

Die Menschen haben unter diesen Auflagen nur eine Stunde täglich Zeit fürs Einkaufen, den Gang zum Arzt oder einen Spaziergang im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung. Schulen und Kitas sind aber weiterhin geöffnet, und auch viele Wirtschaftszweige müssen nicht pausieren. Der Lockdown gilt vorerst bis zum 1. Dezember.

Frankreich ist eines der schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder in Europa. Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben von Castex 42.500 Todesopfer im Land verzeichnet.

+++ Maas will die USA wieder in WHO einbinden +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) setzt nach dem Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl auf den baldigen Wiedereintritt der Vereinigten Staaten in die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Maas äußerte sich am Donnerstag beim Pariser Friedensforum »zuversichtlich«, dass Biden seine entsprechende Zusage wahr machen werde. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und andere Politiker forderten einen weltweiten Zugang zu einem möglichen Corona-Impfstoff.

Zur Stärkung der »multilateralen Gesundheitsarchitektur« gehöre auch eine bessere Handlungsfähigkeit der WHO, sagte Maas bei der Konferenz mit Vertretern zahlreicher Staaten. Unter US-Präsident Donald Trump hatten die USA ihren Austritt aus der WHO eingeleitet. Dessen Rivale Biden hatte nach seinem Wahlsieg vergangene Woche zugesagt, dies rückgängig zu machen.

+++ Rund 23.500 registrierte Infektionen an einem Tag +++

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat ein neues Rekordhoch erreicht. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 23.542 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Der bisherige Höchstwert hatte bei 23.399 Neuinfektionen gelegen und war am vergangenen Samstag vom RKI gezählt worden.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 751.095 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach bundesweit auf 12.200 - dies waren 218 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 481.700. Agenturen/nd

Die Eindämmung des Coronavirus - und der erneute Herbst-Anstieg

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