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  • Rodung im Dannenröder Forst

Demonstrant im Dannenröder Forst mehrere Meter in die Tiefe gestürzt

Aktivisten werfen Polizei Verantwortung für Absturz vor / Laut Polizeisprecherin laufen Ermittlungen zu dem Vorfall

  • Lesedauer: 2 Min.

Dannenrod. Ein Aktivist gegen den Ausbau der Autobahn A 49 in Mittelhessen ist am Sonntagmorgen im Dannenröder Forst bei einem Unfall verletzt worden. Der Mann sei aus einer Höhe von fünf Metern von einem Tripod - einer Konstruktion aus drei Stangen - gestürzt, teilte die Polizei Mittelhessen mit. Die Polizei habe den Vorfall aus der Ferne beobachtet. Der Mann werde derzeit im Krankenhaus behandelt, über die Schwere der Verletzung sei noch nichts bekannt, informierte das Bündnis »Wald statt Asphalt!«.

Eine Polizeisprecherin warnte indes vor Gerüchten und Spekulationen, die Polizei habe bei der Räumung des Waldes von Aktivisten gegen die Rodungsarbeiten ein Sicherungsseil durchschnitten, wodurch der Mann zu Boden gestützt sei. Dies legt indes eine Mitteilung des Bündnisses »Wald statt Asphalt!« nahe. Augenzeugen bestätigen demnach, dass nach einer Absperrung des Gebietes durch die Polizei ein Sicherungsseil durchtrennt worden sei. Bei der Räumung des Waldes nehme die Polizei auch die Gefährdung von Menschenleben in Kauf, kritisierten die Umweltaktivisten.

Laut der Polizeisprecherin laufen die Ermittlungen zu dem Vorfall, Zeugen sollten sich an die Polizei oder die Staatsanwaltschaft wenden.

Für den Weiterbau der umstrittenen A 49 zwischen Kassel und Gießen müssen insgesamt 85 Hektar Wald gerodet werden. Dagegen protestieren verschiedene Umweltgruppen. Im Dannenröder Forst befindet sich das Zentrum des Protestes. Aktivisten halten dort Teile des Waldes bereits seit einem Jahr besetzt. epd/nd

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