Werbung

5,5 Millionen Waffen sind zu viel

Stefan Otto fordert Einschränkungen für Sportschützen

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.

Eine Pistole ist grundsätzlich ein destruktiver Gegenstand. Sie ist fürs Töten gemacht, für nichts anderes. Natürlich gibt es auch spielerische Benutzungen, im Schützenverein etwa. Diese Zweckentfremdung mag Spaß machen, hat aber gefährliche Nebenwirkungen. Denn es gibt dadurch eine hohe Zahl an Berechtigungen fürs Waffentragen. In Deutschland sind derzeit rund 5,5 Millionen Pistolen und Gewehre im Umlauf. Statistisch gesehen wird mit jeder 150 000sten Waffe ein Mensch umgebracht.

Die Grünen wollen in ihrem neuen Grundsatzprogramm Sportschützen entwaffnen. Ihnen soll es verboten werden, mit potenziell tödlichen Waffen zu schießen. Das ist eine moderate wie sinnvolle Einschränkung. Denn die Vermutung liegt nahe, dass, wenn weniger scharfe Waffen im Umlauf sind, es weniger Tote gibt. Auch wenn es Fachpolitiker gibt, die das bestreiten und darauf verweisen, dass die Zahl tödlicher Schüsse in Deutschland nicht sehr hoch ist. Sie ist aber auch nicht unerheblich. So hatten die Täter der Amokläufe von Erfurt und Winnenden sowie der Attentäter von Hanau über Schützenvereine einen leichten Zugang zu Waffen. Diese drei Taten sollten Grund genug sein, die Zahl der Schusswaffen in Privathand einzuschränken, denn es würde helfen, Leben zu erhalten.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln