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Auf den Spuren der Erinnerung

Eine besondere nd-Leserreise im Oktober 2021 mit Thomas Billhardt nach Chile

HEIDI DIEHL

Mit diesem Land verbinden zumindest die Älteren unter Ihnen sicher viele Erinnerungen - selbst wenn sie noch nie dort waren. Chile ist das ferne, nahe Land, auf das wir 1970 mit großer Hoffnung schauten, als Salvador Allende zum Präsidenten gewählt wurde. Chile ist aber auch das Land, das schon drei Jahre später durch unvorstellbare Gräueltaten unter der mörderischen Militärjunta Pinochets die Welt erschütterte. Viele Länder, darunter die DDR, nahmen Flüchtlinge auf und gaben ihnen eine sichere Heimat auf Zeit.

Fast 50 Jahre sind seitdem vergangen, Chile ist wieder ein demokratisches Land, das zu besuchen aus vielerlei Gründen interessant ist. Wenn man überdies noch mit einem reist, der auf ganz besondere Art mit dem Land und seinen Menschen verbunden ist, dann ist das ein zusätzlicher Grund. Thomas Billhardt, der weltbekannte Fotograf, war zur Amtseinführung Allendes mit der Kamera dabei und reiste anschließend zwei Monate vom Norden Chiles bis in den Süden. Wenn er davon erzählt, schrumpfen die Jahrzehnte weg - so lebendig erinnert er sich an die Reise.

Überzeugen Sie sich davon auf einer einmaligen Leserreise, bei der Sie nicht nur Land und Leute kennenlernen werden, sondern auch die Begleitung des Reiseleiters Thomas Billhardt genießen können.

Gleich nach Ihrer Ankunft begeben Sie sich während einer Stadtbesichtigung von Santiago de Chile mit dem Fotografen zu einem historischen Ort: zur Moneda, wo er die Amtseinführung von Präsident Allende miterleben durfte (siehe auch »Ich war mit der Kamera ganz nah dran«). Der nächste Tag führt Sie in Chiles älteste Hafenstadt Valparaíso und in ein Weingut im nahe gelegenen Casablanca-Tal.

Auf dieser Reise werden Sie eine Unmenge der Schönheiten des Landes kennenlernen: die Hügel von Domeyko westlich von San Pedro de Atacama zum Beispiel, eine spektakuläre Hügelformation in der Atacamawüste, die parallel zu den Anden verläuft. Dort besuchen Sie die archäologische Stätte von Yerbas Buenas mit ihrer prähistorischen Felskunst, die Sie zurück in eine Zeit führt, in der dieses Gebiet noch von indigenen Stämmen bewohnt wurde. Ein Highlight ist auch das Regenbogental, das nach seinen farbenfrohen Hügeln benannt ist. Die roten, grünen, weißen, gelben, braunen und erdfarbenen Töne verbinden sich mit dem blauen Himmel und dem weißen Salz zu einem wirklich einzigartigen Anblick.

Auch ein Besuch bei Einheimischen gehört zum Reiseprogramm. In der Ureinwohnergemeinde Coyo treffen Sie zwei Familien der Atacameños, die Ihnen von ihrer traditionellen Lebensweise und ihrem Kunsthandwerk erzählen, bevor Sie an einer ihrer wichtigsten, jahrhundertealten Traditionen teilnehmen dürfen - der Lama-Karawane, zu deren Teil Sie an diesem Tag werden. Sie erhalten einen Poncho und ein eigenes Lama, das Sie während der Karawanen-Wanderung an der Leine führen. Also: Auf keinen Fall die Kamera im Hotel liegen lassen!

Gleiches gilt für den Ausflug am siebten Tag Ihrer Reise, zu dem Sie sehr früh aufstehen müssen, um ein beeindruckendes Naturschauspiel der Gegend beobachten zu können: Gegen vier Uhr beginnt die Reise zu den Tatio-Geysiren. Pünktlich zum Sonnenaufgang werden Sie das Hochtal von Tatio auf 4321 Meter Höhe erreichen. Hier, am höchstgelegenen Geysirfeld der Welt, zischt, blubbert und dampft es gewaltig. Alle Müdigkeit ist garantiert im Nu vergessen, und Ihre Kameras werden gut zu tun bekommen, um das Naturschauspiel im Gegenlicht der ersten Sonnenstrahlen für die Daheimgebliebenen zu dokumentieren.

Am Ende der erlebnisreichen Reise geht es noch einmal zurück in die Region um Santiago de Chile. Bevor Sie wieder zurück in die Heimat fliegen, besuchen Sie noch den La-Campana-Nationalpark, wo es einen der letzten Wälder mit der chilenischen Palme gibt, einer Art, die vom Aussterben bedroht ist. Auf einer leichten dreistündigen Wanderung durch den Palmenwald folgen Sie einem Pfad entlang des Baches Rabuco zu einem Hain mit majestätischen Palmen, manche sind bis zu 30 Meter hoch und 1000 Jahre alt. Mit etwas Glück sehen Sie unterwegs auch Wildkatzen, Stinktiere, Adler und Chinchillas.

Wer mit Thomas Billhardt in Vietnam unterwegs war, weiß natürlich, dass er mit seinen Erinnerungen und Fotos neben all den Naturschönheiten und den Begegnungen mit Landsleuten maßgeblich dazu beiträgt, dass diese Reise unvergesslich und einmalig besonders werden wird. Schon jetzt ist er dabei, sich noch einmal durch seine zahlreichen Fotos zu »wühlen«, die er vor über 50 Jahren in Chile gemacht hat. Seit damals träumt er auch davon, dieses Land noch einmal zu besuchen, mit eigenen Augen zu sehen, wie es sich entwickelt hat, erzählte er. Und natürlich hofft er, Menschen wiederzutreffen, die ihm damals geholfen haben, die Fotos zu machen, die zum Teil Geschichte schrieben. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können dabei sein, wenn sein Traum Wirklichkeit wird. Und Sie können sich vor allem Ihren eigenen Traum von der Reise in ein Land erfüllen, mit dessen Menschen wir einst mitgefeiert und mitgelitten haben.

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