Werbung

Das ewig gleiche Lied

Jana Frielinghaus über Forderungen nach längerer Erwerbstätigkeit

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: 1 Min.
Rente: Das ewig gleiche Lied

Unermüdlich trommeln BDA und Co. für »Entlastungen« der Unternehmen bei den »Lohnnebenkosten«, also für eine Erhöhung von Gewinnmargen der Firmeninhaber. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters, wie Unternehmerlobbyisten sie gerade wieder fordern, gehört in diese Kategorie.

Würde die Regelaltersgrenze erneut erhöht, müssten die abhängig Beschäftigten für die gleiche Rente noch länger arbeiten, uns so würde wieder an den gesetzlichen Altersbezügen gesägt. Denn Arbeit ist nach wie vor in vielen Bereichen körperlich und seelisch so belastend, dass viele nicht bis zum regulären Rentenalter durchhalten. Oder sie finden nach Jobverlust einfach keine existenzsichernde Arbeit mehr. Sie alle werden schon nach den geltenden Regeln für harte Maloche und Erwerbslosigkeit auch noch mit Rentenkürzung bestraft. Das ist eine Unverschämtheit.

Abgesehen davon: Die Forderung nach längerer Lebensarbeitszeit wird noch immer demagogisch mit der gestiegenen Lebenserwartung begründet. Dabei kann eine Gesellschaft mit hoher Arbeitsproduktivität sich armutsfeste Altersbezüge für alle mühelos leisten. Es bräuchte lediglich den politischen Willen, ein neues, gerechtes Rentensystem zu etablieren, in das alle gleichermaßen einzahlen und für das Steuermittel mobilisiert werden.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln