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Eines der besten Sturmduos kommt aus Aue

2. Bundesliga: Testroet/Krüger haben dem FC Erzgebirge schon zu 24 Punkten und Rang 6 verholfen

  • Von Sebastian Wutzler, Aue
  • Lesedauer: 3 Min.

Der eine traf zweimal mit dem Kopf, der andere wuchtete den Ball per sehenswerter Direktabnahme in die Maschen: Erzgebirge Aue hat mit Florian Krüger und Pascal Testroet zwei Torjäger im Kader, um die viele andere Vereine den Zweitligisten beneiden. »Sie verstehen sich so gut wie Brüder. Ich bin froh, dass ich 2018 auf Domenico Tedesco und Ralf Minge gehört und beide Stürmer nach Aue geholt habe«, sagte Vereinspräsident Helge Leonhardt nach dem 3:1-Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig.

Krüger wurde den Sachsen vor zweieinhalb Jahren vom früheren Aue-Coach und damaligen Schalke-Trainer Tedesco empfohlen und wechselte von den Königsblauen zu den Veilchen. Testroet ging mit dem Segen von Dynamo Dresdens früherem Sportgeschäftsführer Minge ins Erzgebirge. Dort sorgen beide Angreifer auch in dieser Saison für viele Tore, Vorlagen und zufriedene Gesichter.

»Beide machen einen sehr guten Job. Nicht nur wegen der Tore, sondern weil sie auch mannschaftsdienlich spielen und nicht nur an die eigene Quote denken«, äußerte sich Leonhardt lobend über beide Angreifer, die jeweils einen Vertrag bis 2023 beim FC Erzgebirge besitzen. »Krüger hat sich hervorragend entwickelt. Damals war er ein Talent auf Schalke, heute ist er ein Vollblut-Stürmer. An ›Paco‹ Testroet habe ich immer festgehalten, auch als es bei ihm mal nicht rund lief.«

Der Vereinsboss sieht sich in seiner Strategie, Leistungsträger langfristig an den Klub zu binden, einmal mehr bestätigt: »Die Jungs zahlen es zurück. Gerade in der schwierigen Zeit der Coronavirus-Pandemie ist es auch für Fußballprofis wichtig, Planungssicherheit zu haben. Es wird nicht wenige Fußballer geben, für die es im Sommer schwierig wird, einen neuen Verein zu finden«, meint Leonhardt.

Testroet erzielte gegen Braunschweig seinen neunten Saisontreffer, dazu legte der 30-Jährige das zwischenzeitliche 2:1 für Krüger mit einer maßgenauen Flanke mustergültig vor. Der U-21-Nationalspieler hat bereits sieben Mal getroffen - und dabei häufig von Testroets Vorarbeit profitiert. »Wir sind super Freunde und machen auch privat sehr viel miteinander. Das macht sich auch auf dem Platz bezahlt«, beschreibt Testroet sein gutes Verhältnis zu Krüger. »Man redet viel mehr über Fußball und bespricht einzelne Situationen, die man gemeinsam vorm Fernseher sieht. Es herrscht nahezu blindes Verständnis zwischen uns.«

Neben Simon Terodde und Manuel Wintzheimer vom Hamburger SV sowie Serdar Dursun und Tobias Kempe vom SV Darmstadt 98 gehören Testroet und Krüger zu den drei torgefährlichsten Duos der 2. Liga. Auch dank ihrer Treffsicherheit steht der FC Erzgebirge nach 14 Spieltagen mit 22 Punkten als Tabellensechster sehr gut da. Für das übergeordnete Ziel des Klassenverbleibs ist die halbe Miete somit schon eingefahren.

»Trotzdem ist noch alles eng beisammen. Mit zwei Niederlagen kann man auch schnell auf den 14. Platz abrutschen«, betonte Testroet. »Aber es macht schon viel mehr Spaß, dort oben zu stehen, wo wir jetzt sind. Da wollen wir bleiben«, meinte der erfolgreiche Torjäger in Hinblick auf die nächste Aufgabe der Erzgebirge Aue am Sonntag beim SC Paderborn.dpa/nd

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