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Verordnete Versöhnung

Cyrus Salimi-Asl über die Einigung zwischen Saudi-Arabien und Katar

  • Von Cyrus Salimi-Asl
  • Lesedauer: 1 Min.

Bis gestern waren Saudi-Arabien und Katar noch Erzfeinde. Und auf einmal - Sesam öffne dich! - geht die seit 2017 geschlossene Grenze zwischen den beiden Staaten wieder auf. Fast wie von Zauberhand löst sich die Blockade Katars auf. Was hatten die Saudis dem Emir aus Katar nicht alles an den Kopf geworfen: Unterstützer der Muslimbrüder, enger Freund Irans, Sponsor kritischer Berichte auf Al-Dschasira, Terror-Unterstützer. Die Liste der »Vergehen« war lang. Das soll nun alles vergeben und vergessen sein. Hinter dem diplomatischen Vorhang ist der lange Arm der USA kaum zu übersehen. Die US-Regierung braucht eine geeinte arabische Front, ob mit Trump oder Biden, um den Iran in Schach zu halten. Das wollen auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Innerarabischer Zwist stört dabei, zumal Katar seine Beziehungen zum Iran nolens volens normalisiert hatte, um lebensnotwendige Waren trotz Blockade ins Land zu bringen. Das dürfte nun ein Ende haben: Der Druck war zu groß und die WM 2022 rückt auch immer näher. Zur Belohnung durfte der katarische Emir zum Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrates (GCC) nach Saudi-Arabien anreisen. Und, Überraschung (!), auch Jared Kushner, Schwiegersohn und Nahost-Berater von US-Präsident Donald Trump, stieß dazu.

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