Nachhaltig gegen den Hunger

Im Südlichen Afrika wird dem Klimawandel mit substanziellen Konzepten getrotzt

  • Von Katja Neuendorf, SODI
  • Lesedauer: 2 Min.
Nachhaltig gegen den Hunger

Was tust du, wenn es einfach nicht mehr regnet, wenn Hagel deine gesamte Ernte zerstört oder deine Kühe kein Futter mehr finden? Schon heute ist die Klimakrise für Kleinbauernfamilien im Südlichen Afrika real. Doch Sodis vier Partnerorganisationen aus Mosambik, Namibia und Südafrika wollen den Menschen Perspektiven und sichere Ernährung bieten. Wissen zu ökologischen Anbaumethoden und Umwelt für Kleinbauern und -bäuerinnen und an Schulen sind das Fundament dieser besseren Lebensverhältnisse. Stellvertretend für die anderen Partner haben Sophia Nuuyuni, Umweltpädagogin von EduVentures aus Namibia und Michael Malinga, Koordinator der Agentur für soziale Arbeit in Pietermaritzburg (PACSA) uns ihre Pläne für 2021 erklärt.

»Für uns alle ist es das erste transnationale Projekt. Doch gerade das ist wichtig, da der Klimawandel alle betrifft, unabhängig welches Land«, sagt Michael Malinga. 2020 war durch die Pandemie geprägt, führte uns die globalen Ungerechtigkeiten noch deutlicher vor Augen und verlangte neue kreative Lösungen für die Projektarbeit. »2021 wollen wir unser Lernmodul für Agrarökologie finalisieren, weitere Trainings mit Schüler*innen und Farmer*innen durchführen, die digitale Lernplattform optimieren und auch die Enviro-Comedy-Tournee durch Namibia, Südafrika und Mosambik nachholen. Wir alle haben nun Hygienekonzepte ausgearbeitet und freuen uns sehr auf die Tour mit Witz und Wissen über Umweltschutz«, sagt Sophia Nuuyuni. Schüler*innen und Lehrer*innen sollen mit der Tour für Umweltbildung und Umweltclubs begeistert werden. Weiter ist für 2021 der Bau der restlichen der acht Wassertanks in Südafrika geplant.

»Wir holen auch die Besuche, unter anderem auf dem Demonstrationsfeld für Agrarökologie bei SPP in Südafrika, nach. Unser gemeinsamer Agrarökologieworkshop wird ein besonderes Augenmerk auf Gleichberechtigung der Geschlechter legen«, sagt Sophia Nuuyuni. Natürlich ist ein wesentlicher Teil weiterhin die Weiterbildung der Farmer*innen in Agrarökologie und die Etablierung von souveränen Saatgutquellen. »Unsere Trainings sind essenziell für die gesunde und sichere Ernährung der Menschen, die größtenteils für den Eigenbedarf anbauen. Deshalb folgen auch weitere Trainings und mehrsprachige Informationsmaterialien, digital und vor Ort«, sagt Michael Malinga. Und die Spenden der nd-Leser*innen sind dafür eine hilfreiche Unterstützung.

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