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Schwere Zeiten für Katholiken

Julia Trippo über die überfällige Aufarbeitung der sexuellen Übergriffe

  • Von Julia Trippo
  • Lesedauer: 1 Min.
Die Statue des heiligen Bonifatius steht vor einem regenschweren Himmel
Die Statue des heiligen Bonifatius steht vor einem regenschweren Himmel

Angesichts der voranschreitenden Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe gegen Bischöfe stehen der katholischen Kirche harte Zeiten bevor. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das Ausmaß sexueller Gewalt beispielsweise im Mainzer Bistum wesentlich größer ist als bisher angenommen. Die Kirche muss sich auch der Verantwortung stellen, wie sie in der Vergangenheit mit dem Problem umgegangen ist. Dass häufig Beschuldigte einfach nur versetzt wurden und selbst bei schweren Missbrauchsvorwürfen nur geringe Sanktionen und wenig Informationen über die Vorfälle folgten, ist ein Skandal im Skandal. Zu hoffen ist jetzt, dass die Transparenz- und Aufarbeitungsbekundungen erfüllt werden.

Bereits vor zehn Jahren wurden Vorwürfe erhoben und Missbrauchsfälle kamen ans Licht: Seitdem läuft es schleppend. Eine unabhängige Kommission, in der externe Fachleute und Betroffene Mitglieder sind, soll in Trier Anfang 2021 stehen. Am wichtigsten ist, dass es jetzt zügig geht und die Betroffenen gerecht entschädigt werden. Für die katholische Kirche kann das auch richtig ins Geld gehen. Laut einer Neuregelung der Anerkennungszahlungen können Missbrauchsopfer seit Anfang 2021 höhere Summen verlangen, bis zu 50 000 Euro pro Person.

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