Simbabwe: So wird extreme Armut reduziert!

nd-Soliaktion lässt Hoffnung bei den Menschen wachsen. Von Helge Swars, WFD

  • Lesedauer: 2 Min.

Fast täglich besuchen Bäuerinnen und Bauern aus der näheren und weiteren Umgebung das Lernzentrum der Selbsthilfeinitiative PORET. Hier können sie alles lernen über nachhaltige Landwirtschaft nach agrarökologischen Prinzipien, die Regeneration ihrer Felder und des umliegenden Landes. Sie erhalten Baumsetzlinge für ihre Gehöfte, Saatgut oder auch Futter für die Tiere. Der Direktor von PORET, Julious Piti, erzählte uns: »Besonders freue ich mich, wenn Kinder kommen. Sie schauen sich immer erst mal um, sie ernten und probieren Früchte und Gemüse. Mit ihren Lehrer*innen pflanzen sie dann Setzlinge und lernen Bäume und Kräuter zu bestimmen. Oft geben sie den Anstoß dafür, dass zu Hause mehr Bäume gepflanzt werden. Wenn die Kinder etwas über Ökologie, Klimawandel, einheimische Bäume und die Wirkung von Kräutern lernen, dann werden sie künftig die Umwelt besser im Blick haben als ihre Eltern. Deswegen haben wir ja auch einen Kindergarten auf dem Gelände!«

Die Kleinbauernfamilien der Gegend leben von den Erträgen wenig fruchtbarer Böden. Geringe und schwankende Regenfälle bei gleichzeitig hohen Temperaturen führen bei den meisten zu einem Leben in chronischer Armut, Mangelernährung und Hunger.

Die Zusammenarbeit von Weltfriedensdienst mit PORET zeigt hier einen Ausweg. Julious Piti dazu: »Die Unterstützung aus Deutschland gibt uns die Mittel für den Aufbau unseres Lernzentrums und für die Trainings. Das ist eine langfristig angelegte Arbeit, die auch in Zukunft aufrechterhalten werden muss. Damit können wir den Kleinbauern und -bäuerinnen helfen, sich das Wissen und die Techniken anzueignen, um ihr Land zu regenerieren. So können wir sie aus der extremen Armut, die hier herrscht, herausholen.«

In Simbabwe ist jetzt Regenzeit. Die Erde ist weich genug, um Bäume zu pflanzen, Dämme und Sickergräben auszuheben. Die nächsten Wochen werden hin und wieder etwas kostbaren Regen bringen, den die Farmer*innen nutzen können. Es ist Zeit, zur Tat zu schreiten. »Die Unterstützung aus Deutschland gibt mir Hoffnung, weil ich sehen kann, wie Dinge wachsen«, sagt Julious Piti. »Vielen Dank für Ihre Unterstützung!«

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