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Lassen Sie uns hoffen und träumen

Auch wenn derzeit Corona das Verreisen noch ausbremst - wir bleiben optimistisch

Lassen Sie uns hoffen und träumen

HEIDI DIEHL

Geduld ist eine Tugend, die uns langsam verlässt. Die Pandemie hat uns weiter im Griff - kürzlich ist der Lockdown nochmals verlängert worden. Für jeden Einzelnen ist das schwer auszuhalten, für viele Unternehmen ganz besonders schwer. Seit vielen Monaten trägt die Reisebranche an dieser Last, für viele ist es gar existenzbedrohend, nicht wenige mussten bereits aufgeben. Aber Resignieren ist nicht: Kopf hoch, wir werden wieder die Koffer packen und losziehen! Wenngleich wir sicher noch ein wenig Geduld haben müssen.

So können wir Ihnen jetzt wirklich noch nicht versprechen, dass die nächsten, bereits geplanten und zum Teil schon gut gebuchten, nd-Leserreisen auch tatsächlich stattfinden. In nicht einmal zwei Monaten sind beispielsweise die traditionellen Frauentagsfahrten vorgesehen, die in diesem Jahr für mehrere Tage nach Magdeburg bzw. für einen Tag auf »Mopstour« nach Brandenburg an der Havel führen sollen. Noch geben wir die Hoffnung nicht ganz auf, dass sie stattfinden können - allerdings stehen, wenn man sich die derzeitige Lage ansieht, die Chancen nicht so rosig. Aber, liebe Leserinnen und Leser, hier die gute Nachricht: Sollten wir die Touren nicht wie geplant im März durchführen können, so werden wir uns zu einem späteren Zeitpunkt auf die Reise machen. Man muss in diesen Zeiten die Feste einfach anders feiern, als sie fallen. Vielleicht findet dann der Frauentag 2021 eben erst im Mai statt!

Ich weiß, das tröstet nur wenig, denn Sie freuen sich schon darauf - ebenso wie Frank Diekert, der die Tour nach Magdeburg begleitet, und auch ich, die sich mit Ihnen gern auf die Suche nach den possierlichen gehörnten Waldmöpsen begeben möchte.

Die meisten der Reiseunternehmen, mit denen »nd« schon seit vielen Jahren erfolgreich und zuverlässig zusammenarbeitet, sind zurzeit bestenfalls in Kurzarbeit. Sie planen im Moment insbesondere Reisen für das zweite Halbjahr. Wie wir - und wahrscheinlich Sie auch! So gab es bereits eine große Resonanz auf die Chile-Tour mit Thomas Billhardt vom 13. bis 25. Oktober, die wir in der letzten Ausgabe der »nd-Commune« vorgestellt haben. Nur so als kleiner Tipp: Wenn Sie dabei sein wollen, sollten Sie nicht allzu lange überlegen. Die Reise ist bereits gut gebucht. Auch die elftägige Abenteuerreise mit der Transibirischen Eisenbahn von Wladiwostok nach Moskau, die sowohl im Juni als auch im September im nd-Reisekalender steht, erfreut sich bereits guter Nachfrage.

Apropos nd-Reisekalender: Schauen Sie doch mal rein, Angebote finden Sie dort genug! Sicher, im Moment ist es wohl eher ein Wegträumen aus dem tristen Corona-Alltag mit all seinen Beschwerlichkeiten. Aber wer wären wir, wenn wir den Optimismus und unsere Träume verlieren würden! Ich soll Ihnen ein paar Vorschläge machen? Aber gern doch! Wie wäre es mit zwei Wochen Island im August? Ich durfte dieses wunderschöne Land einmal im Winter erleben. Seitdem träume ich davon, es zu sehen, wenn die Wiesen voller bunter Blumen sind, die vielen Wasserfälle, die ich tief zugefroren bewunderte, donnernd in die Tiefe rauschen. Dieses Land erdet, man fühlt sich sofort gut aufgenommen, was in erster Linie wohl an der großen Gastfreundschaft der Isländer liegt, aber natürlich auch an der traumhaften Natur.

Auch für eine Tour nach Griechenland würde ich am liebsten sofort die Koffer packen. Wie gern denke ich an eine Tour durch das Hinterland von Kreta zurück, wo ich viele Menschen traf, die mit großem Enthusiasmus der kargen Landschaft Erstaunliches abgerungen haben: Olivenbauern oder einen Gastwirt, der die alten Rezepte der Vorfahren wieder hervorgeholt hat und ein Restaurant mitten in der »Pampa« eröffnete, wo man inzwischen besser einen Platz reservieren sollte, statt einfach vorbeizukommen. Und wenn ich an die nach wildem Thymian und Rosmarin duftenden Berghänge denke, wo ich gewandert bin, wächst die Sehnsucht nach diesem schönen Land ins Unermessliche. Vielleicht wird es Ihnen ja ähnlich gehen, wenn Sie das einmal erlebt haben. Die Gelegenheit dazu bietet eine Tour Mitte September.

So weit weg muss es gar nicht sein? Sie haben recht, auch im eigenen Land gibt es unzählige schöne Regionen. Mir könnte da eine Schiffstour über Havel und Elbe sehr gefallen, die wir im September im nd-Reisekalender haben. Allein die Vorstellung, auf dem Sonnendeck zu stehen und die Landschaft wie in einem Film vorbeiziehen zu lassen, ist wunderschön. Denn diese Reise führt durch eine wunderschöne Kulturlandschaft mit Schlössern, Wäldern und Seen. Von dem Luxus, das Hotel bei jedem Ortswechsel dabeizuhaben, will ich gar nicht erst reden.

Obwohl das im Moment nur Träume und Wünsche sind - ich bin sicher, dass sie alle wahr werden können, wenn wir nur noch ein bisschen aus- und uns zurückhalten. Das sehen auch jahrelange treue nd-Leserreisende so, wie folgender Auszug aus einer Mail beweist, die mir der Verantwortliche für die nd-Leserreisen, Frank Diekert, vor wenigen Tagen aus dem Homeoffice schickte: »Einige Kunden riefen mich an und meinten, sie wüssten nun ihren Impftermin und wollen anschließend wieder verreisen.« Das baut doch auf - nicht nur Frank, der seit Monaten vor allem mit Reiserücktritten zu kämpfen hat statt mit Reisebuchungen. Und er lässt noch Folgendes ausrichten: Er freut sich über jeden Anruf von Ihnen und ist guter Hoffnung, dass wir uns alle zum nd-Reisetreff im Herbst in Szczecin wiedersehen. Selbst wenn viele reisen wollen, wenn es wieder losgeht: Die Plätze im Hotel sind für uns fest reserviert.

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