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Der Gesetzgeber hat ein 14-tägiges Widerspruchsrecht festgelegt

vorsicht bei Haustürgeschäften in CoronaZeiten

Das Ganze passiert oft auch ohne Maske, ohne Einhaltung von Mindestabstand und mit freundlicher Handreichung. Was folgt, ist ein »Beratungsgespräch«. Dabei werden Tarife geändert, Zusatzleistungen gebucht oder der Anbieter gewechselt. Alles mit der Begründung: »Schneller, besser, billiger«, was sich nach Prüfung der Vertragsangebote oftmals anders darstellt.

Der Gesetzgeber hat für Haustürgeschäfte ein 14-tägiges Widerrufsrecht eingeräumt. Damit soll der Überrumpelungssituation der Verbraucher Rechnung getragen werden.

Da der Telekommunikationsmarkt in deutschen Haushalten im Wesentlichen abgesteckt ist, wird versucht, mit gezielten Verlockungen wie Boni, Prämien oder Sonderkonditionen einen Anbieterwechsel zu ihren Gunsten herbeizuführen. Da der Lockdown Ladengeschäfte unmöglich macht, wird verstärkt auf den Direktvertrieb an der Haustür gesetzt.

Nach Auffassung der bundesweiten Verbraucherzentralen müssen ungewollte Vertragsabschlüsse, insbesondere an der Haustür, nachhaltig unterbunden werden. Eine Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) Ende 2020 hat ergeben, dass gut jeder zehnte Befragte in den letzte zwei Jahren mindestens einen Vertrag an der Haustür abgeschlossen hat, den er in dieser Form nicht abschließen wollte.

Der Gesetzgeber ist gegenwärtig dabei, durch strengere Vorgaben zum Schutz vor aggressiven oder irreführenden Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit unerwünschten Hausbesuchen die Situation im Sinne Verbraucher zu entschärfen. vzsa/nd

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