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Mobilität in den eigenen vier Wänden

Förderung für altersgerechtes Umbauen

  • Lesedauer: 6 Min.
Mobilität in den eigenen vier Wänden

Was in jungen Jahren noch als stilvoll oder praktisch angesehen wurde, kann im Alter teilweise nicht mehr allein bewältigt werden. Ein altersgerechter Umbau der eigenen vier Wände ist die Lösung, kann jedoch teuer sein. Doch es gibt Fördermöglichkeiten, über die die Experten der KVB Finanz aufklären.

Altersgerechtes Umbauen für eine höhere Lebensqualität

Das Altern und die damit einhergehenden körperlichen Einschränkungen kann niemand gänzlich aufhalten. Anstatt sich diesem natürlichen Lauf gedanklich entgegenzustellen, sollte lieber vorausschauend überlegt werden, wie im fortgeschrittenen Alter die Einschränkungen bestmöglich ausgeglichen werden können. Entsprechende Hilfsmittel und auch ein altersgerechter Umbau der eigenen Immobilie machen es möglich, diesen Lebensabschnitt in vollen Zügen und vor allem selbstständig genießen zu können.

Genau wie bei der Planung der gewünschten Umbaumaßnahmen sollte auch bei der dazugehörigen Finanzierungsplanung ein entsprechender Experte zurate gezogen werden.

Auf die individuellen Wünsche kommt es an

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, die das Leben und die täglichen Abläufe erleichtern. Die durchzuführenden Baumaßnahmen hängen zum einen von den individuellen Wünschen und zum anderen von den baulichen Gegebenheiten sowie dem zur Verfügung stehenden Budget ab.

Mit der passenden Förderung für bestimmte Maßnahmen kann Letzteres deutlich erhöht werden. Die Anforderungen an einen altersgerechten Umbau können sich dabei im individuellen Fall immer unterscheiden. Daher sollte immer individuell beleuchtet werden, welche Alltagshilfen wirklich sinnvoll sind und zum gewünschten Ziel führen.

Welche Umbaumaßnahmen sind im Alter sinnvoll und möglich?

Neben der Analyse der aktuellen und zukünftig zu erwartenden Einschränkungen der Bewohner muss auch das Gebäude selbst ausführlich überprüft werden. Nicht jede Immobilie eignet sich aufgrund der Bausubstanz für alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen.

Wenn die Gehfähigkeiten nachlassen und Treppen sowie Eingänge zu Hindernissen werden, bietet es sich an, im Treppenhaus entweder einen Fahrstuhl oder einen Lift zu installieren. Auch eine Rampe im Eingangsbereich erleichtert die Zugänglichkeit, sobald ein Rollator oder eine sonstige Gehhilfe erforderlich wird.

Im Badezimmer ist Ebenerdigkeit ebenso von Vorteil. Die Räume sollten nicht vollgestellt sein, um den Durchgang mit Gehhilfen zu erleichtern. Darüber hinaus bietet es sich an, Griffe zum Abstützen anzubringen und erleichternde Hilfsmittel wie elektrische Fensteröffner zu installieren.

Mögliche Umbaumaßnahmen sind zusammengefasst:

Verbreiterung von Türzargen, um mit einem Rollstuhl hindurch zu passen

Anbringung eines Treppenlifts zum Erreichen höher gelegener Etagen

Barrierefreier Umbau im Badezimmer

Zusammenlegung kleiner Räume, um die Bewegungsflächen zu erweitern

Was kostet ein altersgerechter Umbau?

Eine allgemeine Antwort auf die Frage nach den Kosten kann es nicht geben. Insgesamt richten sie sich nach unterschiedlichsten Faktoren und sind daher immer individuell zu betrachten. Zu den wichtigsten Punkten zählen dabei:

Wie ist der Grundzustand der umzubauenden Immobilie?

Welche Maßnahmen zum altersgerechten Umbau sollen durchgeführt werden?

Welcher zusätzliche Aufwand muss zur Realisierung der Umbaumaßnahmen betrieben werden?

Wer beispielsweise lediglich ein paar kleinere Anpassungen im Badezimmer wie den Einbau eines Klappsitzes zum Duschen oder die Anbringung von Haltegriffen in der Badewanne plant, auf den kommen nur relativ geringe Kosten zu. Müssen dagegen große bauliche Veränderungen, etwa der Einbau eines Fahrstuhls oder die Verlegung von Wänden durchgeführt werden, ist der Finanzbedarf wesentlich höherer.

Welche Fördermöglichkeiten für altersgerechten Umbau gibt es?

Die Realisierbarkeit der geplanten Umbaumaßnahmen hängt immer von der Größe des eigenen Budgets ab. Um dieses zu erweitern und damit auch im vorangeschrittenen Alter das Bewohnen der eigenen Immobilie zu ermöglichen, können entsprechende Fördermittel genutzt werden. Je nach Bundesland stehen unterschiedlichste Fördermittel bereit, die sich nach individuellen Vergaberichtlinien richten. In jedem Fall kann aber auch auf die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgegriffen werden, die bundesweit Fördermittel bereitstellt. Die maßgeblichen Förderprogramme der KfW hierfür sind:

Programm 159 »Altersgerecht Umbauen - Kredit«

Programm 455-B »Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss - Barrierereduzierung«.

Beide Programme können unabhängig von der körperlichen Verfassung und dem Alter des Beantragenden genutzt werden. Die einzelnen Kriterien und Einzelheiten dieser Förderprogramme sind in den entsprechenden Merkblättern der KfW zusammengefasst. Die wichtigsten Maßnahmen, die mit den KfW-Förderprogrammen unterstützt werden können, sind:

Umbauten von Wegen zu Gebäuden und Maßnahmen im Wohnumfeld

Umbaumaßnahmen im Eingangsbereich und dem Wohnungszugang

Abbau von Schwellen und Hilfe zur Überwindung von Treppen und Stufen

Änderung der Raumaufteilung in der Immobilie

Maßnahmen in Sanitärräumen und Badumbauten

Hilfsmittel und Maßnahmen zur Unterstützung im Alltag, bei der Orientierung und der Kommunikation

Errichtung von Gemeinschaftsräumen und Förderung von Mehrgenerationenwohnen

Umbau zum »Standard Altersgerechtes Haus« (Maßnahmenpaket der KfW)

Ganz gleich, für welche Maßnahmen die Förderung beantragt werden soll - als Privatperson ist es schlichtweg unmöglich, diese Förderung völlig allein zu bewältigen. Die Antragsstellung muss daher immer über eine Bank oder einen qualifizierten Kreditvermittler erfolgen.

Wie hoch ist die Förderung der KfW für altersgerechtes Umbauen?

Mit den Fördermitteln der KfW kann nicht der komplette altersgerechte Umbau bezahlt werden. Allerdings unterstützt die KfW solche Vorhaben mit nicht unerheblichen Summen, wodurch sich der eigene finanzielle Spielraum erweitern lässt. Je nach Förderprogramm sind dies:

KfW 455 B - Investitionszuschuss »Altersgerecht Umbauen«

Maßnahmen zur Errichtung des »Standard Altersgerechtes Haus«: 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 6250 Euro pro Wohneinheit

Einzelmaßnahmen zum Abbau von Barrieren: 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 5000 Euro pro Wohneinheit

KfW 159 - Kredit »Altersgerecht Umbauen«

Maximale Finanzierungssumme: 50 000 Euro

Jahreszins p. a. 0,78 Prozent

Zinsbindung 5 - 10 Jahre

Tilgungsfreie Anlaufzeit bis zu 10 Jahren.

Beide Förderprogramme sind miteinander kombinierbar. Mit dem zinsvergünstigten Kredit der KfW können also Zinskosten gegenüber herkömmlichen Bankkrediten gespart werden - der Investitionszuschuss erweitert den finanziellen Spielraum ohne Rückzahlungsverpflichtung.

Wie kann die Förderung beantragt werden?

Um die Fördermittel zum altersgerechten Umbau der eigenen Immobilie zu beantragen, sollte ein entsprechend qualifizierter Experte zurate gezogen werden. Die KVB Finanz unterstützt hierbei mit ihrem fachlichen Wissen und jahrelanger Erfahrung. Neben der Beantragung von Fördermitteln der KfW oder landesabhängigen Fördertöpfen ist die KVB Finanz auch der richtige Ansprechpartner zur Finanzierungsplanung des gesamten Umbauvorhabens. Vor allem dann, wenn die eigenen Ersparnisse nicht zur Finanzierung ausreichen, kann es sinnvoll sein, nach zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. KVB/nd

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