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Kein Mitleid mit Altmaier

Simon Poelchau über die Ergebnisse des Wirtschaftsgipfels

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Man könnte fast ein bisschen Mitleid mit Peter Altmaier haben. Egal ob von rechts oder links, es hagelt nach dem Wirtschaftsgipfel Kritik am zuständigen Bundesminister. Selbst die Wirtschaftslobby, die mit dem CDU-Mann plauschen durfte, meckert. Sie fordert vor allem eins: Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in ihrem Sinne.

Dabei haben die Unternehmen erst wieder kräftig abgesahnt. Nun sollen auch Firmen mit einem Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro im Jahr Hilfen bekommen, versprach Altmaier. Das sind wahrlich keine kleinen Geschäfte mehr, die ums Überleben kämpfen. Es sind Konzerne, an denen etliche Arbeitsplätze hängen. Dass sie nun einfacher Geld bekommen sollen, ohne Auflagen wie den Erhalt der Arbeitsplätze erfüllen zu müssen, wird sich bald rächen. Schon in den vergangenen Wochen häuften sich die Meldungen von massenweisem Jobbau etwa im Einzelhandel. Doch an die Beschäftigten denkt Altmaier bekanntlich nicht, wie die milliardenschwere Lufthansa-Rettung vergangenes Jahr bereits zeigte.

Insofern müsste die Wirtschaftslobby bei allem Krakeelen nach einer schnellen Öffnung eigentlich wissen, dass Altmaier ihr Mann ist. Er braucht also kein Mitleid, wenn er mal etwas Kritik einstecken muss.

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