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Kleines Trödelgeheimnis

Vom Kalender her noch nicht so ganz, doch die ersten Sonnentage signalisieren es lind und luftig: Demnächst wird’s Frühling. Und mit ihm kommt hoffentlich (Achtung: Inzidenzrate und -dichte!) alles, was dazugehört. Also beispielsweise Tanz, Trallala, Tändel - und nicht zuletzt: Trödel.

Der Reiz von Trödelmärkten hat sich in den letzten Jahren proportional zur wachsenden Menge des gesellschaftlichen Trödelfundus entwickelt. Trendende nicht absehbar, Trendursache mysteriös. So ähnlich wie die sozialökonomische Innenansicht der Trödelei selbst. Es ist übrigens durchaus möglich, dass ihre Geheimnisse zum gesamten Osterkomplex gehören, in dem dieses Geschäftsfeld alljährlich immer seine ersten Blüten treibt. Den hat Geheimrat v. G. einst ja so hübsch beschrieben, dass darin seither jede und jeder Erfüllung finden kann. Wie auch diese beiden ambulanten Trödelhändler:

Zwei Trödler wollen gleich am ersten Markttag mit ihren Puppen das dicke Geschäft machen. Und das klappt auch. Sie verkaufen, wahrscheinlich an einen Sammler, eine Anzahl von Puppen, von denen jede genauso viel Euro einbringt, wie die Anzahl der Puppen beträgt. Was sie eingenommen haben, verteilen sie unter sich so: Der erste Händler erhält 10 Euro, dann der zweite 10 Euro. Nun wieder der erste 10 Euro, erneut der zweite 10 Euro usw. Nachdem der erste Händler zum letzten Mal 10 Euro erhalten hat, bleibt ein Rest von weniger als 10 Euro übrig. Von diesem Rest leisten sie sich gemeinsam ein kleines Feierabendbier, womit dann auch der Rest weg ist. - Wie viel kostete die Runde Bier? Mike Mlynar

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