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Rasant im Netz und auf dem Rad

Corinna Meisenbach mischt die Social-Media-Kanäle der Zeitung auf

HEIDI DIEHL

Der Zufall wollte es, dass Corinna Meisenbach nach ihrem Studium der Politikwissenschaften 2017 in eine Berliner WG zog, in der auch eine Redakteurin von »neues deutschland« wohnte. »Dass ich knapp vier Jahre später bei der Zeitung ebenfalls mal einen Schreibtisch haben würde, ahnte ich damals nicht«, erzählt die aufgeweckte 31-Jährige.

Aufgewachsen ist Corinna in Düsseldorf. Daran, ihre Heimat zu verlassen, dachte sie ursprünglich nicht. Doch ein Redaktionspraktikum während des Studiums in einer Online-Redaktion des öffentlich-rechtlichen Formats und später das Angebot einer Festanstellung führten sie in die Hauptstadt.

Vor wenigen Monaten dann las Corinna in einem Online-Portal eine Anzeige, dass das »nd« jemanden suche, der sich um neue Konzepte für den Online-Bereich der Zeitung kümmert. »Was genau man sich darunter vorstellte, war der Anzeige zwar nicht zu entnehmen«, sagt sie, »doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das mein Ding sein könnte.« Sie bewarb sich - und seit Mitte Februar ist sie nun dabei, neue digitale Formate zu entwickeln bzw. vorhandene zu effektivieren, um noch zielgerichteter neue Zielgruppen, insbesondere jüngere Leute zu erreichen.

Eine Arbeit die ihr sehr gefällt. Noch »wühlt« sie sich durch den vorhandenen digitalen »Dschungel«, stellt Formate auf den Prüfstand, diskutiert mit den Mitarbeitern, was man wie besser machen könnte, um noch schneller und effizienter die Inhalte zu verbreiten. Schon bald will sie ein Strategiekonzept vorlegen. Für so eine Arbeit ist die junge Frau wie geschaffen. Denn: »Ich beziehe meine Informationen schon immer vorrangig aus dem Netz. Natürlich lese ich auch Gedrucktes, aber eher in Form von Belletristik.«

Das »nd« indes hat sie tatsächlich erstmals als »richtige« Zeitung wahrgenommen - »das war während meines Studiums vor vielen Jahren auf einer Anti-Nazi-Demo in Dortmund, wo die Zeitung verteilt wurde.« Was sie las, entsprach ihren eigenen Vorstellungen, und »deshalb kaufte ich mir später ab und zu die Zeitung und abonnierte alle ihre Social-Media-Kanäle«.

Wenn Corinna Meisenbach sich nicht in der digitalen Welt bewegt, ist sie mit ihrem Freund gern in der ganz realen unterwegs. Am liebsten auf dem Fahrrad. Das wurde ihr wohl schon in die Wiege gelegt, denn ihre Eltern betreiben in Düsseldorf einen Fahrradladen. Drei verschiedene Räder besitzt sie. Den Weg zur Arbeit legt sie mit einem ganz normalen Trekkingrad zurück, doch am liebsten ist sie auf ihrem Rennrad unterwegs. Dann dürfen die Strecken gern länger sein.

Im letzten Jahr ist sie 700 Kilometer von Berlin bis zur Ostsee und zurück gefahren und hat den Brocken bezwungen. »Da habe ich mich hinterher dann doch gefragt, warum ich mir das angetan habe. Aber ich quäle mich ganz gern und bin dann umso euphorischer, wenn ich mein Ziel erreicht habe.« In diesem Jahr hofft sie eine Tour nach Portugal unter die Räder nehmen zu können: »Wenn das Virus uns lässt.«

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