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+++ Mehr als 25.000 Neuinfektionen +++

Der Newsblog zur Coronakrise - Freitag, 16. April 2021: +++ Umfrage: Knappe Mehrheit für Ausgangssperren +++ Ärztepräsident: Spaziergänge sind keine Infektionstreiber +++

  • Lesedauer: 3 Min.
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Berlin. In Deutschland sind innerhalb eines Tages 25.831 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 247 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 160,1.

Vor einer Woche hatte das RKI rund 25.500 Neuansteckungen und knapp 300 Todesfälle gemeldet. Allerdings wies das Institut darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage weniger Tests gemacht und gemeldet würden.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.099.273. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 79.628. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 2.752.000.

+++ Ärztepräsident: Spaziergänge keine Infektionstreiber +++

Passau. Ärztepräsident Klaus Reinhardt legt nahe, die derzeit bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorgesehen Ausgangsbeschränkungen noch einmal zu überdenken. »Wenn man etwas mehr zulassen würde, könnte das ein Ventil für viele Menschen sein, die sehr unter den Einschränkungen leiden. Sie würden dann gegebenenfalls die sinnvollen Beschränkungen, zum Beispiel bei Aufenthalten in Innenräumen, verlässlicher befolgen«, sagte Reinhardt der »Passauer Neuen Presse«. Spaziergänge im Freien oder auch Sport im Park seien jedenfalls keine Infektionstreiber.

Reinhardt sagte, das meiste der Gesetzespläne sei »sinnvoll und leider unerlässlich«. »Offensichtlich kommt es vornehmlich in geschlossenen Räumen zu den meisten Infektionen, vor allem im privaten Bereich. Bei den vorgesehenen Beschränkungen muss man hierauf das Schwergewicht legen, und das wird offenbar mit dem Gesetz getan«, sagte der Ärztepräsident. Er mahnte die Politik jedoch auch, nicht nur Gesetze zu beschließen. »Man muss den Bürgerinnen und Bürgern auch die Gründe für die Entscheidungen darlegen«, sagte er.

+++ Knappe Mehrheit für Ausgangssperren +++

Köln. Die Menschen in Deutschland sind gespalten in der Frage, ob zur Eindämmung der Corona-Pandemie nächtliche Ausgangssperren gelten sollen. Auf eine entsprechende Umfrage im Auftrag der ARD gaben 51 Prozent der Bevölkerung an, solch eine Maßnahme für richtig zu halten. 46 Prozent waren dagegen.

Für den am Freitag vom ARD-»Morgenmagazin« veröffentlichten »DeutschlandTrend« sprachen sich Anhänger von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken mehrheitlich für eine Ausgangssperre aus, die Anhänger von FDP und AfD dagegen. Der Bundestag berät am Freitag in Berlin in erster Lesung über die geplante bundesweit einheitliche »Notbremse« zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die unter anderem bei einem Inzidenzwert über 100 Ausgangssperren zwischen 21 und 5 Uhr vorsieht. Abgestimmt werden soll über das Infektionsschutzgesetz voraussichtlich am nächsten Mittwoch.

+++ Bhutan impft fast alle Erwachsenen in 13 Tagen +++

Thimphu. Das kleine Königreich Bhutan im Himalaya hat binnen 13 Tagen rund 94 Prozent der Erwachsenen eine erste Dosis Corona-Impfstoff verabreichen lassen. Das entspreche rund 62 Prozent der etwa 770.000 Einwohner, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Das buddhistisch geprägte Bhutan, das für sein auch die Gesundheit und persönliche Zufriedenheit erfassendes Bruttoglücksprodukt bekannt ist, hat damit einen ähnlich hohen Bevölkerungsanteil einfach Geimpfter wie Israel, das aber schon seit Dezember 2020 impft. Nur die Seychellen haben eine höhere Impfquote, impfen allerdings bereits seit Januar und haben nur rund 100.000 Einwohner.

Den verwendeten Astrazeneca-Impfstoff hatte das arme Königreich kostenlos von seinem großen Nachbarn Indien erhalten, der mit seiner Impfstoffdiplomatie Ansehen und Einfluss zu mehren sucht. Nach dem Erhalt der 550.000 Dosen wartete Bhutan wochenlang - denn für den Beginn der Impfkampagne wurde nach astrologischen Kriterien der 27. März gewählt, das als besonders glücksbringend galt. Agenturen/nd

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