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  • Militärdikatur in Argentinien

Veteranin der Mütter der Plaza de Mayo in Buenos Aires gestorben

Mercedes »Porota« Colás de Meroño starb am Mittwoch im Alter von 95 Jahren

  • Lesedauer: 1 Min.
Mitglieder der Menschenrechtsorganisation «Madres de Plaza de Mayo», Mütter der während der Diktatur Verschollenen, demonstrieren gegen den G20-Gipfel, der Ende 2018 in Buenos Aires stattfand.
Mitglieder der Menschenrechtsorganisation «Madres de Plaza de Mayo», Mütter der während der Diktatur Verschollenen, demonstrieren gegen den G20-Gipfel, der Ende 2018 in Buenos Aires stattfand.

Buenos Aires. Eine Veteranin der argentinischen Menschenrechtsorganisation Mütter der Plaza de Mayo ist tot: Die Vizepräsidentin Mercedes »Porota« Colás de Meroño starb am Mittwoch im Alter von 95 Jahren, wie die Organisation in Buenos Aires mitteilte.

»Sie ist sanft entschlafen«, schrieb die Gründerin der Bewegung, die 92-jährige Hebe de Bonafini, die jahrzehntelang gemeinsam mit Colás de Meroño an das Schicksal der Verschwundenen der Militärdiktatur in Argentinien erinnerte.

Die einzige Tochter von Colás de Meroño, Alicia, wurde am 5. Januar 1978 im Alter von 31 Jahren von Schergen der Junta in ihrem Haus verhaftet und verschleppt. Ihr Schicksal wurde nie aufgeklärt. In der Zeit der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 wurden 30.000 Oppositionelle verschleppt. Viele von ihnen wurden inhaftiert, gefoltert und ermordet.

Die Mütter der Plaza de Mayo versammelten sich erstmals am 30. April 1977 vor dem Präsidentenpalast in Buenos Aires. Seither kommen sie dort jeden Donnerstagnachmittag zusammen, prangern die Verbrechen der Militärdiktatur an und fordern Aufklärung über das Schicksal der Verschwundenen. AFP/nd

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