Die Sommerreifen erst bei mildem Wetter aufziehen

Fragen & Antworten zum Reifenwechsel

Die Zeit zum Reifenwechsel ist gekommen.
Die Zeit zum Reifenwechsel ist gekommen.

Sind Autowerkstätten unter Lockdown grundsätzlich geöffnet?
Ja, das sind sie trotz der Corona-Beschränkungen. Natürlich gelten auch in den Autowerkstätten die strikten Hygiene- und Abstandsregeln.

Wann sollten Sommerreifen aufgezogen werden?
Einen allgemein vorgeschriebenen Zeitpunkt für den Reifenwechsel gibt es in Deutschland nicht. Der Gesetzgeber schreibt lediglich vor, dass die Ausrüstung »an die Wetterverhältnisse anzupassen« ist. Sommerreifen können dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) zufolge aufgezogen werden, wenn die Temperaturen morgens verlässlich bei über sieben Grad Celsius liegen. Das ist meist frühestens ab Mitte April der Fall. Bei sehr niedrigen Plusgraden verhärtet die Gummimischung von Sommerreifen schneller, wodurch sich die Haftung auf der Straße spürbar reduzieren kann.

Was sind Vorteile der Sommerreifen?
Die Fahreigenschaften von Winter- wie Sommerreifen sind an unterschiedliche Jahreszeiten und Witterungsbedingungen angepasst. Winterreifen bieten unter anderem bei Schnee besseren Griff. Sommerreifen hingegen punkten bei warmen Temperaturen mit einer Reihe von Vorteilen: Der Spritverbrauch ist niedriger, die Bremswege sind kürzer die Fahrstabilität ist höher. Ganzjahresreifen sind von ihren Eigenschaften her Winterreifen sehr ähnlich, im Sommer ist damit der Spritverbrauch höher. Sie sind mit dem Matsch- und Schneesymbol (M+S) versehen.

Wie sieht es bei Mindestprofilen aus?
Für Reifen gilt eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Die Haftung kann etwa bei Nässe schon bei vier Millimetern deutlich abnehmen. Experten empfehlen deshalb, Sommerreifen ab spätestens drei Millimetern zu erneuern, bei Winterreifen bei einer Restprofiltiefe von vier Millimetern.

Wie gut sind Sommerreifen und wie lange halten sie?
Der ADAC hat aktuell 15 gängige Modelle getestet. Nur drei Modelle wurden mit mit dem Prädikat »gut« bewertet. Elf Reifen waren »befriedigend«. Spätestens nach zehn Jahren hat dem BRV zufolge ein Reifen ausgedient. Auch sechs Jahre alte Reifen können bei nicht fachgerechter Behandlung ein Risiko darstellen. Abzulesen ist das Herstellungsdatum in einem Oval an der Reifenseitenwand mit einer Angabe von Monat und Jahr.

Was besagt das Reifenlabel?
An der Kennzeichnung sind laut ADAC die Kraftstoffeffizienz, die Reifenhaftung bei Nässe und das Rollgeräusch abzulesen. Die Bewertung der Eigenschaften erfolgt beim für den Spritverbrauch bedeutenden Rollwiderstand und der Nasshaftung in den Klassen A bis G beziehungsweise in den Ampelfarben von Grün über Gelb bis Rot.

Was ist bei der Montage und Lagerung von Reifen zu beachten?
Man sollte die Reifen vor der Lagerung mit Kreide kennzeichnen, an welcher Position sie am Auto montiert waren. Das erleichtert die Montage beim Reifenwechsel. Bei der Lagerung von Reifen auf Felgen spielt es keine Rolle, ob sie liegend oder hängend aufbewahrt werden. Sie sollten aber an einem kühlen, trockenen und dunklen Platz gelagert werden. AFP/nd

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