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N euheiten, Neuheiten allerorten. Überall: Novitäten, Innovationen und Avantgarden. Selbst die Provinz ist längst informellinformell und postpostmodern. Neuerdings bekommen wir alles neu und aus erster Hand: Unerhörte Töne, noch nie gesprochene Sprachen, unverbildete Bilder. Tänzer setzen ihren Fuß ungesehen und nicht anders auf die Erde. Räder werden jeden Tag neu erfunden. Die Schauspieler spielen sämtliche Stücke ohne Vorspiele wie auch die Schriftsteller ohne Vorschriften und Vorworte schreiben. Artisten wagen den noch nie gesprungenen Sprung ohne Vorsprung. Wahrsager sagen das Unsagbare. Gärtner lassen tausend namenlose Blumen blühen, ganz zu schweigen von den Zoologen und ihren Tieren, von denen die Evolution nicht einmal zu träumen wagte.

Eine künstlerische Stille stillt Bedürfnisse, die mit der vorangegangenen künstlerischen Stille nicht zu stillen waren. Eine Geschichtslosigkeit macht die Runde, angesichts der Unschuld, Naivität und Parzival alt aussehen. Überall stößt das Neue von Neuem erneut aufs Neue auf ein Neues an. Aus neu mach neu. Alles ist entweder neu oder nicht oder nichts, heißt die Parole. Dahinter gibt es nur Nachzügler oder Sitzengebliebene. Selbst das Publikum hat noch keiner gesehen: Lauter neue Menschen, die sich, kaum ist das Bild getroffen und das Wort ausgesprochen, in lauter neue neue Menschen verwandeln. Nur die Kunst ist die alte geblieben.

Peter Maiwald

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