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»Schwarzer Sonntag« in Italiens Fußball

Tödliche Polizeischüsse auf einen Fan führten zu schweren Zusammenstößen mit Sicherheitskräften

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Tod eines Fußballfans löste in Italien schwere Krawalle aus. Die Hintergründe der Todesschüsse müssen gründlich aufgeklärt werden – ebenso wie die Hintergründe des Rechtsrucks unter den Tifosi.

Auf einer Autobahnraststätte, in der Nähe von Florenz, wurde am Sonntag ein junger Mann von einem Polizisten erschossen. Da es sich um einen Tifoso, einen Fan der römischen Mannschaft Lazio handelte, der gerade auf dem Weg zum Spiel in Mailand befand, ging zunächst die Nachricht durch Italien und um die Welt, es habe sich um »Fankrawalle« gehandelt, um ein weiteres düsteres Geschichte in Italiens Fußballgeschichte. Erst später, und seltsamerweise gerade zu jenem Zeitpunkt, als die gewalttätigen Anhänger verschiedener Mannschaften, die sogenannten Ultrà, wirklich auf die Straße gingen und in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei provozierten, wurde klar, dass der Tod des 26jährigen Gabriele Sandri mit Fußball eigentlich überhaupt nichts zu tun hatte.

Der »Schwarze Sonntag« Italiens hatte also zwei Seiten, die man auf keinen Fall miteinander vermischen sollte. Was auf dem Parkplatz an der Autobahn wirklich geschehen ist, muss noc...


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