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Nicht immer ist die Frage, was Kunst sei, eine philosophische oder ästhetische. Manchmal ist es eben auch eine juristische. Beantwortet wurde sie gestern vom Sozialgericht Köln: Hinter einem Schreibtisch herumzulümmeln, sich die oftmals missglückten Gesangsversuche von Teenagern anzuhören und anschließend die jungen »Talente« mit teilweise fäkalsprachlich derben Worten zu demütigen, ist Kunst. RTL muss für die Tätigkeit Dieter Bohlens und der anderen Juroren der Casting-Show »Deutschland sucht den Superstar« Abgaben an die Künstlersozialkasse zahlen. Das wollte der Sender mit seiner Klage verhindern.

Die Entscheidung ist nachvollziehbar. Schließlich müssen Medienunternehmen auch Abgaben für ihre freiberuflichen Kritiker entrichten, deren Arbeit sich ja – wenn man so will – von der Bohlens nur graduell unterscheidet: hinter einem Schreibtisch herumlümmeln und darüber urteilen, was Kunst ist und was nicht. Die Richter bescheinigten Bohlen eine freie schöpferische Gestaltung und einen Beitrag zum Unterhaltungscharakter der RTL-Sendung. Das reicht. Unverständlicher als das gestrige Urteil bleibt jenes des Bundessozialgerichtes vom Februar 2007. Damals entschieden die Richter, dass Tätowierer (wie auch andere Kunsthandwerker) nicht unter das Künstlersozialversicherungsgesetz fallen.

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