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Freiheitszwang & Zwangsfreiheit

  • Von Mathias Wedel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Dreist treibt es ein Weib in einer Tanke in Leipzig-Stötteritz. (Ausgerechnet eine Leipzigerin, die sollte sich was schämen!) Die lungert hinter dem Tresen, hält leichenblasse Bockwürste warm und lauert darauf, dass ein Kunde angesichts der Summe auf der Quittung wie unter Zahnschmerz das Gesicht verzieht. Dann schmettert sie durch den Laden »Was wollnse denn, dafür sinn mir frei!« und gurgelt ein Lachen hinterher, das man in seiner Scheußlichkeit und seinem abstoßenden Geruch nicht transkribieren kann.

So sind sie, unsere Menschen! Wenn einer einmal das Wort Freiheit in den Mund nimmt, dann ist es vom Gift der Häme durchtränkt. Dabei ist die Freiheit das Einzige, was man dem Arbeitslosengeld II- Empfänger nicht nehmen kann. Seinen Porsche, seine Eigentumswohnung, sein Ferienhaus auf Fuerteventura, seine Lebensversicherung und seine Sammlung wertvoller Fayencen wird er verlieren, bevor er sich zum Stütze-Empfänger hochgearbeitet hat, a...


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