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Winterlicher Probelauf mit Urs

Auch bäriger Schnee kann Stadtreinigung nicht überraschen: Wieder Feuchtsalz für die Straßen

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Urs konnte die Männer von der Berliner Stadtreinigung (BSR) nicht überraschen. Das Tief brachte den ersten bärigen Schnee in die Stadt, für die Männer in Orange der »Probelauf für den Winterdienst«, so gestern BSR-Sprecher Bernd Müller. Die Fahrer der Räum- und Streufahrzeuge hatten zwar Rufbereitschaft, und eine »kleine Nachtbesetzung« war jederzeit startbereit, die meisten konnten aber in den Garagen bleiben.

Für den heutigen Tag haben die Meteorologen ebenfalls Schnee und Schneeregenschauer vorhergesagt. Die Temperaturen sollen sich tagsüber zwischen drei und fünf Grad Celsius bewegen. Nachts besteht bei bis zu minus fünf Grad Glättegefahr. Auch am Mittwoch und Donnerstag ist laut Wetterdienst mit Schneefall zu rechnen.

Autofahrer sollten die Winterreifen schon montiert haben, hieß es gestern beim ADAC Berlin-Brandenburg. Zwar gebe es keine generelle Winterreifenpflicht, aber wer bei Matsch, Schnee oder Eis auf öffentlichen Straßen fahren wolle, müsse Winterreifen haben. Wer mit Sommerreifen auf schnee- oder eisbedeckten Straßen unterwegs ist, riskiert laut ADAC ein Verwarnungsgeld von 20 Euro. Behindere dieser Verstoß den Verkehr, könnten ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg folgen. Wer mit seinem Fahrzeug Ausflüge in »Hochlagen« unternimmt, soll laut Automobilclub Schneeketten aufziehen, aber nur in Kombination mit Winterreifen.

»Auch wenn wir so hart getroffen werden sollten wie der Süden Deutschlands am Wochenende – wir sind gerüstet«, erklärte BSR-Sprecher Müller zuversichtlich. Rund 2000 Mitarbeiter können mit 500 Fahrzeugen auf den Straßen gegen Schnee und Eis ankämpfen.

Als Antirutschmittel wird wieder Feuchtsalz eingesetzt. »Zehn Gramm pro Quadratmeter und das Eis schmilzt dahin«, so der Sprecher. Auf den 18 500 Fußgängerüberwegen in Berlin wird allerdings weiterhin Splitt gestreut.

Beim ersten Wintereinsatz am Wochenende waren 400 Fahrzeuge der Stadtreinigung unterwegs. Auf Straßenkreuzungen wurde gestreut, aber nicht geräumt. Schneepflüge können erst ab einer Schneehöhe von drei Zentimetern eingesetzt werden.

Ein Warnschild »Achtung! Glätte!« wurde einem 54-Jährigen aus Zehlendorf auf der Stadtautobahn A 103 zum Verhängnis. Er bremste, das Auto kippte um und rutschte auf den rechten Fahrstreifen. Der Mann blieb unverletzt, die Beifahrerin erlitt Schürfwunden.

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