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Trompetenstöße ohne Echo

Max Beckmann in München: starke Bilder aus beklemmender Exil-Zeit

  • Von Martina Jammers
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ein denkwürdiger Zufall, dass die Hauptfigur in Wolfgang Borcherts Heimkehrerdrama »Draußen vor der Tür« (1947) ausgerechnet Beckmann hieß. Der deutsche Expressionist gleichen Namens hat beredte Bilder gefunden für sein Vor-der-Türe-Stehen vor siebzig Jahren. Als am 19. Juli 1937 in München die Avantgarde in der berüchtigten Ausstellung »Entartete Kunst« aufs Schmählichste diffamiert wurde, zog Beckmann die Konsequenz und floh noch am selben Tag mit seiner Ehefrau nach Amsterdam. Bis zu seinem Tode im Jahre 1950 ist er nicht mehr in die Heimat zurückgekehrt. Die Münchener Pinakothek der Moderne widmet sich derzeit diesem intensiven und erstaunlich produktiven Lebensabschnitt des vielleicht größten deutschen Malers im 20. Jahrhundert – genährt durch den ungeheuren Druck, der auf ihm lastete. Beckmanns zentrale Themen verdichteten sich im Exil, seine Wahrnehmung als unbestechlicher Beobachter des Geschehens auf der Welt- und Lebens...


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