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Lebensader auf dem Dorf

Mecklenburg-Vorpommern: Der rollende Supermarkt ersetzt den Konsum

  • Von Martina Rathke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Bus schaukelt über vorpommersche Schlaglöcher. In den Regalen, die sich an den Wänden des Gefährts türmen, klirren leise Konservenbüchsen und Flaschen aneinander. Lebensmitteleinzelhändler Rüdiger Helm kennt seine Runde aus dem Effeff. Gezielt und mit Fingerspitzengefühl lenkt der 46-Jährige den Zehntonner um die Untiefen auf Feldwegen, über Kopfsteinpflaster oder über frischen Asphalt. »Lebensmittel bis vors Haus« steht in großen Lettern auf dem Mercedes-Bus. Für Helm ist der Bus berufliche Existenz, für seine Kunden oftmals die einzige Möglichkeit, in den abgeschiedenen Dörfern von Vorpommern an Brot, Milch, frisches Obst oder Waschpulver zu kommen.

An sechs Tagen in der Woche ist der frühere Maurer für seine Kunden auf den Straßen zwischen Nordvorpommern und Greifswald unterwegs – auf festgelegten Routen und nach festgelegtem Zeitplan schrubbt Helm so 600 Kilometer im Monat. »Wenn der Monat gut läuft, kommen 1200 Euro für m...


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