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Leinöl, Quark und Hip-Hop

Im Kursana Domizil Bad Muskau wird Wachkoma-Bewohnern ein Stück Leben zurück gegeben

  • Von Martina Krüger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit fröhlichem Schwung betritt Schwester Damaris das Zimmer von Sebastian. »Basti, wie geht’s dir?« fragt sie. »Ist alles gut?« Sie beugt sich zu seinem Gesicht, streichelt es und wartet auf Antwort. Einmal Augen aufschlagen bedeutet ja, zweimal nein. Er kann sich nicht bewegen, ist an Apparaturen angeschlossen.

Sebastian ist im Wachkoma. Er kann mit seiner Umwelt nur mit den Augen kommunizieren – und das ist mehr, als viele seiner Mitbewohner können. Im 3. Lehrjahr hatte er einen Autounfall; damals war er 20. Er wollte Zerspanungsfacharbeiter werden, war fröhlich, hatte eine Freundin – von einer zur anderen Sekunde war alles vorbei.

Er war nicht tot und doch aus dem Leben gerissen. Populärmedizisch erklärt: Das Mittelhirn, in dem alle Nervenbahnen gebündelt werden, ist außer Kraft gesetzt – deshalb ist die Verbindung zwischen Großhirn und Stammhirn gestört. Das heißt: Alle notwendigen Funktionen sind intakt, doch...


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