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Rürup: 4,50 Euro sind genug

Auch am Jahresende Streit über Mindestlohn

Berlin (Agenturen/ND). Die Debatte über einen gesetzlichen Mindestlohn hält an. Während Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) nachdrücklich vor der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes warnte, will die SPD bei dem Thema im kommenden Jahr weiter Druck machen. Parteivize Andrea Nahles bezeichnete die Einführung flächendeckender Mindestlöhne als entscheidendes arbeitsmarktpolitisches Ziel für das Jahr 2008. »Ich kann der Union nur dringend empfehlen, sich an dieser Stelle zu bewegen«, sagte der Chef der fünf Wirtschaftsweisen, Bert Rürup. Bezogen auf einen allein stehenden Vollzeitbeschäftigten seien etwa 4,50 Euro Mindestlohn pro Stunde vertretbar.

Die Nationale Armutskonferenz forderte dagegen einen gesetzlichen Mindestlohn zwischen acht und neun Euro. Es gebe immer mehr Menschen, »die so wenig bekommen, dass sie zusätzlich Hartz IV erhalten müssen«, sagte Sprecher Wolfgang Gern. Wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens habe, ist nach EU-Definition arm, fügte Gern hinzu. Besonders betroffen seien Kinder, »die häufig mit dem Gefühl aufwachsen, nicht mithalten zu können«. Die Nationale Armutskonferenz ist ein Zusammenschluss von Sozial- und Wohlfahrtsverbänden. Dazu gehören Verbände wie Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und Caritas.

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