Hendrik Lasch, Dessau 08.01.2008 /

Polizei ehrt verbrannten Oury Jalloh

Dritter Todestag: Flüchtlingsinitiativen verstärken Mordvorwurf

Am Todestag von Oury Jalloh, der vor drei Jahren in einer Polizeizelle verbrannte, hat erstmals auch die Dessauer Polizeiführung den Flüchtling geehrt. Afrikanische Initiativen verschärfen derweil ihren Mordvorwurf.

Die Zeremonie war kurz, aber von hoher Symbolkraft: Bei einem Gedenken an den Flüchtling Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 in einer Gewahrsamszelle des Polizeireviers Dessau verbrannte, entzündete auch Karl-Heinz Willberg eine Kerze. Er ist seit Jahresbeginn Präsident der Polizeidirektion Dessau. Damit hat sich drei Jahre nach dem Tod des Flüchtlings aus Sierra Leone erstmals auch die Behörde an einer Ehrung beteiligt, in deren Obhut der 21-Jährige zu Tode kam. Jalloh starb den Hitzetod, nachdem sich aus bislang ungeklärter Ursache die feuerfeste Matratze der Pritsche entzündet hatte, auf der er an Händen und Füßen gefesselt war.

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