Die SecuRente war nie sicher

Turbulente Gläubigerversammlung in Sachen Göttingen Gruppe

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Zehntausende Kleinsparer haben Geld für die Rente bei der Göttinger Gruppe angelegt. Das Unternehmen ging pleite, und die Renten sind verloren. Mitverantwortung trägt die Politik.

Die Gläubigerversammlung der Securenta AG am Dienstag vor dem Amtsgericht in Göttingen verlief turbulent. »Ein schwarzer Tag für die Opfer, denn die Anleger haben ihre gesamte private Altersvorsorge verloren«, fasst Volker Pietsch, Leiter des Deutschen Instituts für Anlegerschutz (DIAS) in Berlin, zusammen. Im Juni 2007 war das Insolvenzverfahren für die Hauptgesellschaft der Göttinger Gruppe eröffnet worden.

Über eine Milliarde Euro beträgt der Schaden, den die Pleite der Gruppe hinterlassen hat. Mindestens 100 000 Anleger sind auf die Versprechungen des Finanzvertriebs hereingefallen. Andere Schätzungen sprechen sogar von 250 000 Gläubigern. In das Insolvenzverfahren sollten sie jedoch keine großen Hoffungen setzen, denn nach Ansicht von Anwälten dürften sie am Ende leer ausgehen. Jan-Henning Ahrens, der einige hundert Anleger vertritt, spricht vom »größten Finanzskandal in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg«.

Die Finanzgruppe um...

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