Ein Paukenschlag am Ende

Thomas Morus – Urvater des Kommunismus

  • Von Hermann Klenner
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Thomas Morus

Eine Ausnahme ist zu vermelden: ein gelehrtes und dennoch lesbares Buch! Dessen Held, Thomas Morus (1478-1535), von Haus aus Jurist, gilt spätestens seit Weitling und Kautsky wegen seines erstmals 1516 publizierten Büchleins über den besten Staatszustand, wie er auf der Insel Utopia (d. h, Nirgendwo) verwirklicht sei, wenn schon nicht als ein Vorausdenker des Kommunismus, so doch zumindest als jemand, der die Beseitigung des Privateigentums argumentierbar gemacht hat. Lautet doch einer seiner schönsten Sätze: Überall dort, wo es Privateigentum gibt und als Maßstab für alles nur das Geld gilt, gebe es keine Gerechtigkeit, es sei denn, man halte für gerecht, wenn es den Bösewichtern immer am Besten geht.

Obwohl doch auch in der Apostelgeschichte (IV,32) des Neuen Testaments nicht das Privateigentum, sondern das Gemeineigentum als vorbildlich gepriesen worden war, wurde Morus nicht etwa wegen seiner bis heute wahrheitsverdächtigen Sentenz...


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