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Freundlich war es nicht, dass britische Zeitungen zum Staatsbesuch der Sarkozys alte Aktfotos Carla Brunis veröffentlichten. Die Präsidentengattin gab sich denn auch im wahrsten Sinne des Wortes zugeknöpft. Für Londons Regierungschef Gordon Brown und Nicolas Sarkozy dagegen kommt der erste Besuch eines französischen Staatsoberhaupts seit zwölf Jahren an der Themse nicht ungelegen: Der blasse Premier kann wenigstens mit außenpolitischen Aktivitäten sein Image etwas aufpolieren. Und Sarkozy bleibt trotz leicht gestiegener Sympathiewerte angeschlagen. Nicht nur wegen des ausbleibenden wirtschaftlichen Aufschwungs, sondern auch wegen Schlappen wie der an Berlin gescheiterten exklusiven Mittelmeerunion. Die Verlegung seiner Reisediplomatie in die entgegengesetzte Himmelsrichtung und das Werben um stärkeres Engagement der Briten in der EU soll als Beleg der europapolitischen Handlungsfähigkeit verstanden werden – und als Retourkutsche für die Bundeskanzlerin. Die Achse Paris-Berlin, so das nur schlecht hinter anderslautenden Worten verborgene Signal, könnte endgültig brechen.

Zumal Sarkozy mit Brown in Sachen EU durchaus auf einer Linie liegt: Zwar hatte der Brite gegen den EU-Vertrag gewettert. Und bei dessen Unterzeichnung in Lissabon kam er, »wegen unaufschiebbarer Termine«, zu spät. Auch wenn der Premier sich mit solchem Theater zu Hause als EU-Skeptiker präsentieren will – in der Realpolitik ist er es nicht. Intern gilt er gar als europafreundlich. Schwer fällt ihm das kaum: Der unter Maggie Thatcher auf der Insel eingeschlagene und auch von Brown fortgesetzte neoliberale Kurs ist inzwischen Richtschnur in der gesamten EU.

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