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Sarkozy will Bruderschaft mit London

Frankreichs Präsident in Großbritannien

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London (AFP/ND). Beim ersten Staatsbesuch in Großbritannien haben der französische Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla Bruni-Sarkozy um die Gunst der Briten geworben. Sarkozy forderte das Vereinigte Königreich am Mittwoch auf, eine neue »französisch-britische Bruderschaft« zu gründen und künftig eine stärkere Rolle in der EU zu spielen.

Niemand könne sich vorstellen, dass das »Europa von morgen ohne Großbritannien aufgebaut wird«, sagte Sarkozy, dessen Land im Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, dem Radiosender BBC. »Ich habe den Ehrgeiz, Hand in Hand mit den Engländern zu arbeiten.« Sarkozy spielte dabei auf die »Entente cordiale« zwischen beiden Ländern von 1904 an. Mit »herzlichem Einverständnis« hatten Paris und London damals ihre Kolonialgebiete abgegrenzt und letztlich die Grundlage für ihre Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg gelegt. Die Beziehungen müssten nicht »herzlich« sein, sagte der als pragmatisch geltende Präsident. »Freundlich« sollten sie aber sein.

Sarkozy versicherte gleichzeitig, er wolle durch die stärkere Partnerschaft mit London »die Notwendigkeit der Achse Paris-Berlin nicht in Frage stellen«. Die französisch-britische Zusammenarbeit könne die mit Deutschland aber ergänzen. Zwischen Berlin und Paris hat es seit Sarkozys Amtsantritt mehrfach Streit gegeben. So lagen beide Seiten über Monate wegen der von Sarkozy propagierten Mittelmeerunion im Clinch.

Die Staatsvisite von Sarkozy in Großbritannien ist die erste eines französischen Präsidenten seit zwölf Jahren. Kommentar Seite 8

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