Afrikaner glauben weiter an Mord

Im Jalloh-Prozess gibt es zwar bald ein neues Brandgutachten, aber noch lange kein Urteil

  • Von Hendrik Lasch, Dessau
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Vor einem Jahr begann der Prozess um den Tod von Oury Jalloh, der 2005 in einer Polizeizelle in Dessau verbrannte. Ein Urteil ist nicht absehbar. Viele Freunde des Opfers bezweifeln, dass die Wahrheit jemals ans Licht kommt.

Am Jahrestag wird nicht verhandelt. Erst morgen steht am Landgericht Dessau der inzwischen 42. Verhandlungstag in einem Prozess an, dessen Eröffnung heute vor einem Jahr enormes öffentliches Interesse weckte. Geklärt werden soll, warum Oury Jalloh, ein Flüchtling aus Sierra Leone, am Mittag des 7. Januar 2005 in einer Gewahrsamszelle des Dessauer Polizeireviers verbrannte.

Vor allem in Deutschland lebende Afrikaner setzten hohe Erwartungen in die juristische Aufarbeitung des Falles, der für große Verunsicherung gesorgt hatte; schließlich war Jalloh bei einem Routinevorfall in Gewahrsam genommen worden. Der 21-Jährige sollte in angetrunkenem Zustand Frauen belästigt haben. Zur Ausnüchterung wurde er in die Zelle gesteckt, wo er an Händen und Füßen gefesselt wurde. Mittags geriet die eigentlich feuerfeste Matratze in Brand. Jalloh starb binnen Minuten den Hitzetod.

Ein Jahr später herrscht in der afrikanischen Gemeinde Ernüchterung. »Ich...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1160 Wörter (7853 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.